Verdeckte Operation

USA weiten Anti-Terror-Kampf im Jemen aus

Ausland
28.12.2009 08:48
Die USA haben nach Medienberichten im Anti-Terror-Kampf eine neue Front im Jemen eröffnet. Inmitten von zwei Kriegen im Irak und in Afghanistan hätten die USA in aller Stille eine verdeckte Operation gegen Al Kaida im Jemen eröffnet, berichtete die "New York Times" am Montag.

Unter anderem seien schon seit etwa einem Jahr einige der besten in Terrorbekämpfung geschulten CIA-Agenten in dem südarabischen Land, zum anderen hätten Spezialkommandos mit der Schulung jemenitischer Sicherheitskräfte begonnen. Zudem habe das Pentagon seine Militärhilfe für die Regierung in Sanaa massiv aufgestockt.

Nach dem vereitelten Flugzeuganschlag über Detroit war berichtet worden, dass der 23-jährige Nigerianer Umar Faruk Abdulmutallab im Jemen von dem dortigen Al-Kaida-Ableger ausgebildet wurde und auch dort den Sprengstoff erhalten hatte (Bericht in der Infobox).

Fanatischer Prediger als Schlüsselfigur
Als eine der Schlüsselfiguren gilt der im Jemen lebende fanatische Prediger Anwar al-Awlaki, der in Kontakt zu dem Nigerianer gestanden sein soll. Ihn bringen die US-Behörden auch mit dem Amokläufer von Fort Hood, Nidal Malik Hasan, in Zusammenhang. Hasan und Awlaki waren in einem regen E-Mail-Verkehr gestanden. Der US-Offizier hatte im November in seiner texanischen Militärbasis 13 Soldaten erschossen.

Bei Luftangriffen auf mutmaßliche Verstecke von Al Kaida im Jemen sind am vergangenen Wochenende nach Regierungsangaben mehr als 30 Extremisten getötet worden, darunter drei ranghohe Mitglieder des Terrornetzwerks. Die Angriffe in der östlichen Provinz Shabwa seien vom US- und dem saudiarabischen Geheimdienst unterstützt worden.

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