Familientragödie

Deutschland: Fünf Personen bei Hausbrand getötet

Ausland
25.12.2009 12:28
Familientragödie in der Weihnachtsnacht: Bei einem Hausbrand in Unna bei Dortmund in Deutschland sind Freitag früh mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere Personen wurden durch Rauchgase lebensgefährlich verletzt. Vermutlich gehörten sie alle zu derselben Familie, die am Abend vorher zur Weihnachtsfeier zusammengekommen war. Die Brandursache ist noch unbekannt.

Ein 56-jähriger Bewohner, der über sein Handy die Feuerwehr gerufen hatte, schwebte Freitagmittag ebenso wie eine noch nicht identifizierte Frau noch in Lebensgefahr. Sie erlitt schwerste Brandverletzungen, unter anderem im Gesicht. Die Suche nach zwei weiteren möglichen Opfern in dem zerstörten Haus dauert weiter an. Laut Polizei könnten sich bis zu neun Menschen in dem Haus aufgehalten haben, in dem normalerweise sechs Personen leben.

Bei dem Brand sind nach Angaben von Landrat Michael Makiolla wahrscheinlich keine Kinder ums Leben gekommen. In dem Haus lebten drei Generationen einer Familie der Jahrgänge 1928 bis 1990, sagte Makiolla. Sechs Menschen seien dort gemeldet. Möglicherweise habe die Familie zu Heiligen Abend Besuch gehabt. Der 56-Jährige war früh zu Bett gegangen und wusste nicht, ob noch Besucher zum Weihnachtsfest kamen oder andere schon gegangen waren.

Ministerpräsident Rüttgers "tief betroffen"
Der nordrhein-westfälische Innenminister Ingo Wolf machte sich an Ort und Stelle ein Bild über das Unglück. "Mein Mitgefühl gilt den  Opfern, Angehörigen und Freunden der Familie", so Wolf. Er dankte den Einsatzkräften für ihre "gute, schnelle und professionelle Arbeit". Auch NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers war nach Angaben eines Sprechers "tief betroffen". Er sprach den Angehörigen sein Beilied aus: "In diesen schweren Stunden sind sie nicht allein."

Das Einfamilienhaus hat einen Anbau. Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer möglicherweise dort aus und griff dann auf das Haupthaus über. Der Alarm bei der Feuerwehr ging gegen 4.40 Uhr ein. Sieben Minuten später waren die ersten Löschfahrzeuge am Brandort. Zwei leblose Bewohner wurden noch geborgen, Wiederbelebungsversuche blieben jedoch erfolglos. Die drei anderen Leichen wurden erst Stunden später in den Trümmern gefunden.

Zwei Autos, die vor dem Haus abgestellt waren, wurden zerstört, ein weiterer Wagen, der neben dem Haus stand, wurde stark beschädigt. Vier Löschzüge mit rund 95 Feuerwehrleuten waren im Einsatz. Hinzu kamen mehr als 20 Rettungskräfte. Die Ursache für das Feuer ist noch unbekannt, Brandsachverständige begannen mit ihren Untersuchungen.

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