Gift an Schule

Zuviel Quecksilber – Physiksaal in Linz geschlossen

Oberösterreich
23.12.2009 09:37
In einem Drittel der 350 oberösterreichischen Schulen mit Chemie- und Physiksälen ist bereits die Quecksilberkonzentration überprüft worden, ein paar Mal sind die Tester fündig geworden. Wie im BORG in der Linzer Honauerstraße, wo der Chemiesaal gesperrt wurde. Nach der Reinigung ist der Wert bereits gesunken.

Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall, das schon bei Zimmertemperatur verdunstet. Schlucken ist vergleichsweise ungefährlich, eingeatmete Dämpfe aber sind hochgiftig.

In Österreich gibt es nur den so genannten MAK-Wert, der die maximale Arbeitsplatzkonzentration für Arbeitnehmer angibt, die wissentlich dem Stoff ausgesetzt sind.

Problem an Schulen lange ignoriert
"Das gilt aber nicht für Schulen", weiß Günter Minniberger von der Abteilung Umweltschutz des Landes, das als einziges Bundesland im Vorjahr die Testreihe in den Schulen gestartet hat. Damals wurde auch in Österreich die Rückholaktion quecksilberhältiger Fieberthermometer gestartet.

Im Linzer BORG war der MAK-Wert überschritten, der Chemiesaal wurde gesperrt. "Vorsorglich, es bestand keine Gefahr für Schüler", so Direktor Markus Radhuber.

Der Unterricht findet ohne Versuche in den Klassen statt, nach den Weihnachtsferien sollte alles wieder in Ordnung sein.

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