Maschine zerbrochen

Jamaika: Schweres Flugzeugunglück bei Landung

Ausland
23.12.2009 09:42
Ein Flugzeug der American Airlines ist am Internationalen Flughafen Kingston auf Jamaika bei der Landung verunglückt und in zwei Teile zerbrochen, das rechte Triebwerk riss ab (im Bild eine erste Aufnahme des Wracks). Die voll besetzte Maschine war zuvor über die Landebahn hinausgeschossen. Wie durch ein Wunder überlebten die 154 Menschen an Bord den Crash, etwa 44 Personen erlitten Verletzungen.

Die Boeing 737-800 auf Flug 331 von Miami nach Kingston setzte bei heftigem Regen auf der Landebahn des Internationalen Flughafens auf. Laut ersten Informationen eines American-Airlines-Sprechers brach das linke Fahrwerk in sich zusammen, wodurch die Bremsen der Maschine versagten. "Das Flugzeug schlug auf und brach fast direkt vor mir auseinander", zitierte die Zeitung "Jamaica Observer" einen Augenzeugen.

Flugzeug beinahe ins Meer gerast
Dabei wurde anscheinend eine größere Katastrophe nur durch Zufall verhindert: Beinahe wäre die Unglücksmaschine noch in die Fluten des Meeres gestürzt. Das über die Landebahn hinausgeschossene Flugzeug kam nur durch aufgeschütteten Sand noch zu stehen, die Nase der Boeing war nur mehr rund drei Meter vom Meer entfernt.

"Es herrschte Panik"
"Gleich nach der Landung wurde das Flugzeug richtig durchgeschüttelt und hin und her geschleudert. Es herrschte Panik", beschrieb ein Passagier dem US-amerikanischen Sender Fox News die Stimmung an Bord. 44 Menschen erlitten bei dem Crash Verletzungen, allerdings sei keine davon lebensbedrohlich. 

Als die Besatzung die Notausgänge geöffnet habe, hätten sich die Menschen zu den Luken gedrängt. Einige Menschen seien offenbar von herunterfallenden Gepäckstücken verletzt worden. Ein Flughafenmitarbeiter erklärte, die Passagiere konnten in Sicherheit gebracht werden, einige seien ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Ryanair-Maschine schießt über Landebahn hinaus
Ein ähnliches Unglück mit einer Boeing 737 von Ryanair endete am Mittwoch auf dem schottischen Flughafen Prestwick südlich von Glasgow glimpflich: Die Maschine schoss laut ersten Angaben über die Landebahn hinaus, keiner der 129 Menschen an Bord wurde verletzt. Die Passagiere aus Dublin verließen das Flugzeug über die eingebaute Vordertreppe.

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