Di, 13. November 2018

Meldung verspätet:

12.09.2018 11:26

Stelzer fordert Aufklärung über Temelín-Störfall

Im tschechischen AKW Temelín ist am Freitag, 7. September, dem leicht radioaktives Kühlwasser in einen falschen Behälter umgepumpt worden, angeblich ohne externe Gefährdung. Trotzdem fordert LH Thomas Stelzer (ÖVP) Aufklärung, insbesondere über Ursache und Ablauf des Störfalls und den Grund für die Verspätung seiner Meldung um drei Tage, nämlich erst am Montagabend. 

Die „OÖ-Krone“ hat kurz über den Störfall in Temelín berichtet. Dieser Zwischenfall bewegt auch LH Stelzer, der ganz grundsätzlich dazu sagt: „Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, dass wir von unserer konsequenten Anti-Atom-Politik nicht abweichen dürfen und den Kampf für ein atomkraftfreies Europa vehement weiterführen müssen.“ Er sei zwar froh, dass der Zwischenfall - angeblich - keine Auswirkungen auf Mensch und Natur habe.

Information mit drei Tagen Verspätung
„Wir werden uns aber dennoch genau ansehen, wie der Zwischenfall abgelaufen ist und warum er erst drei Tage später der Öffentlichkeit mitgeteilt wurde“, fordert der Landeschef Aufklärung.

Mahnung der Atomgegner
Die Sprecher  von Atomstopp Oberösterreich, Gabriele Schweiger und Roland Egger ,mahnen angesichts des neuen Störfalls: „Mit dem nuklearen Spuk muss endlich Schluss sein! Dieser Technologie muss die finanzielle und politische Grundlage entzogen werden!“

Euratom entmachten!
In Europa gehe das nur über die Entmachtung von Euratom, das ist die Europäische Atomgemeinschaft im Rahmen der EU! „Dieser Vertrag muss aufgelöst werden, er stützt und ermöglicht einzig und allein die Weiterexistenz der Atomindustrie, fordern Egger und Schweiger Initiativen von der Österreichischen EU-Ratspräsidentschaft.

Erinnerung an Tschernobyl
Auch das Anti Atom Komitee fordert eine detaillierte Aufklärung des Zwischenfalls, wobei Sprecher Manfred Doppler Schlamperei vermutet: “Derartige Vorkommnisse dürfen keineswegs verharmlost werden. Auch in Tschernobyl war nicht die Technik, sondern gravierende Missachtung von Vorschriften und Schlampereien die Ursache."

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Vor 1 Jahr verunglückt
Ski-Welt gedenkt des Todesdramas um David Poisson!
Wintersport
Hinteregger & Lazaro
DIESE Power-Kicker sind „Dauerläufer“ ihrer Klubs!
Fußball International
Schicksalsschlag
Zwei Mädchen verloren ihre geliebte Mama (39)
Oberösterreich
Die Bundesliga-Analyse
Konsel: „Länderspiel-Pause ist Segen für Rapid!“
Fußball National
„Es tut mir sehr leid“
Türke schoss viermal auf Landsmann: 14 Jahre Haft
Salzburg
Co-Trainer übernimmt
Paukenschlag! Ried-Coach Weissenböck tritt zurück
Fußball National
Nach vier Siegen
„Notnagel“ Santiago Solari bleibt Real-Trainer
Fußball International
Fest in der Staatsoper
100 Jahre Republik: „Zeichen stehen auf Sturm“
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.