Gerade zu Weihnachten trudeln bei psychologische Notdienste vermehrt Anrufe ein. Die Polizei sowie die Kärntner Frauenhäuser sind wieder auf Gewaltakte im häuslichen Bereich vorbereitet.
„Kein Wunder: Familien und Paare, bei denen es sowieso Probleme gibt, können mit der gemeinsamen, geballten Zeit an den Feiertagen oft nicht umgehen“, weiß Elisabeth Mandl. Wie Urlaube können so ein langes Wochenende zur Belastung für eine Ehe werden. Die Trennungs- und Scheidungsrate sei nach dem Heiligen Abend besonders hoch.
"Entstressen - es kann nicht alles perfekt sein"
Dazu kommen finanzielle Sorgen durch überteuerte Geschenke und der Alkohol, der an manchen Gabentischen in Strömen fließt, enthemmt und kann Aggressionen oder Depressionen fördern. Mandl: „Ich rate jedem, sich, so gut es geht, zu entstressen! Es kann und soll nicht alles perfekt sein. Und wenn man Angst vor Familientreffen hat, sollte man diese eben reduzieren – und sich lieber persönlich Zeit schenken.“
Für alle, die zu Weihnachten Hilfe suchen, steht wieder die Telefonseelsorge (unter der Nummer 142) zur Verfügung.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
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