Bombay-Terror
Attentäter widerruft Geständnis
Er sei als Tourist aus Pakistan nach Mumbai gekommen und bereits drei Wochen vor der Terrorwelle festgenommen worden. Der Angeklagte wurde während der Anschläge mit einem Sturmgewehr am Hauptbahnhof der indischen Finanzmetropole fotografiert (Bild).
Seinen Aussagen zufolge brachten ihn Polizisten damals aus seiner Zelle und schossen ihn an, um den Eindruck zu erwecken, dass er an der Bluttat beteiligt sei. Ursprünglich sei er festgenommen worden, als er spät abends nach einer Übernachtungsmöglichkeit gesucht habe. Bei einer Verurteilung droht dem 21-Jährigen die Todesstrafe.
Kasab hatte als einziger der zehn mutmaßlichen Angreifer überlebt. Das Verfahren gegen ihn war im April eröffnet worden. Am Mittwoch hatte die Staatsanwaltschaft die Beweisaufnahme abgeschlossen. Mit einem Urteil wird Anfang nächsten Jahres gerechnet.
Fast 200 Tote bei Terroranschlag
Bei den Terroranschlägen am 26. November 2008 griffen Terroristen Passanten an mehreren Zielen mit Handgranaten und Schnellfeuerwaffen an. Betroffen waren von Ausländern besuchte Orte wie der Hauptbahnhof und mehrere Luxushotels sowie eine jüdische Einrichtung. Bei den Anschlägen kamen mehr als 195 Menschen ums Leben, weitere 295 wurden verletzt.
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