Dass in St. Jakob die Heizkosten österreichweit wohl am höchsten sind, darüber machen sich die Defereggentaler keine Sorgen: „Wir sind die klirrende Kälte ja schon gewöhnt“, verrät Politiker Gerald Hauser bei einem „Krone“-Ortsaugenschein im kältesten Dorf in Österreich. „In der Früh ist die Kälte aber schon brutal“, stellt Robert Wieser vom Tourismusbüro klar.
Weißensee mit zehn Zentimetern Eisstärke
Während sich die einen in Daunenjacken hüllen, taut Eismeister Norbert Jank erst so richtig auf - immerhin gilt es den Weißensee wieder in ein Eislaufparadies zu verwandeln. Der Westteil ist bereits zugefroren und die Eisstärke beträgt bis zu zehn Zentimetern. Um beim Präparieren der Bahnen mit dem Quad heuer nicht schon wieder einzubrechen, verpasste der Eismeister diesem einfach Schwimmflügel.
„Ich habe auf der Tenne ,Schlurfer‘ gefunden. Das sind Schuhe mit denen man übers Wasser gehen konnte und einst der Renner am See waren“, so Jank: „Jetzt ist es egal, wenn das Eis unter dem Gerät bricht.“
"Ab Dienstag wird es massiv wärmer"
Jank hofft, dass er den See zu Weihnachten zum Eislaufen freigeben kann, wenn ihm nicht das „Weihnachtstauwetter“ einen Strich durch die Rechnung macht. „Ab Dienstag wird es massiv wärmer“, so Meteorologe Christian Stefan: „Die Frostgrenze wird auf über 2.500 Meter ansteigen und es könnte bis in die Täler regnen.“ Sorgen bereiten diese Prognosen Jank nicht: „Solange es nicht schneit, steht dem Eislaufvergnügen nichts im Weg und bis dahin bleibt es ja weiterhin so richtig kalt.“
von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"
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