31.08.2018 16:38 |

Wegen 14 Übergriffen

Junger Sextäter muss gemeinnützige Arbeit leisten

Er hat über ein Jahr lang wahllos Mädchen und junge Frauen in Vorarlberg begrapscht - am Freitag musste sich der 14-Jährige für seine Taten vor Gericht verantworten. Dem jungen Burschen wurde im Rahmen einer Diversion 60 Stunden gemeinnützige Arbeit aufgebrummt.

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Vor dem Landesgericht Feldkirch räumte der angeklagte 14-Jährige sein Tun in der Bregenzer Achsiedlung schüchtern ein. Zwischen Dezember und März suchte er sich immer wieder jugendliche Mädchen oder junge Frauen als Opfer, umklammerte sie in der Dunkelheit von hinten und begrapschte sie. Danach schubste er die Frauen weg und flüchtete.

Insgesamt waren es 14 Übergriffe, in vier Fällen blieb es beim Versuch. Da der Jugendliche beim Großteil der Taten noch 13 Jahre alt und somit nicht strafmündig war, bezog sich die Anklage auf lediglich drei der Übergriffe, darunter zwei Versuche.

„Sie wissen, dass die Mädchen dadurch in Angst und Schrecken versetzt wurden?“, fragte Richterin Sabrina Tagwercher den Teenager und redete ihm ins Gewissen. Zwar wollte sich der Bursche sich bei den kontradiktorischen Einvernahmen bei den Opfern entschuldigen, doch diese lehnten eine Entschuldigung ab.

Kein Eintrag im Strafregister
Letztlich wurden dem Jugendlichen vom Gericht 60 Stunden gemeinnützige Arbeit auferlegt - wegen seines jungen Alters, weil er unbescholten ist, sich einsichtig und zu Arbeit bereit gab. Durch die Form der Diversion bleibt ihm eine Verurteilung wegen geschlechtlicher Nötigung erspart, und er bleibt weiterhin ohne Eintrag im Strafregister. Die Staatsanwaltschaft zeigte sich damit einverstanden. Erledigt ist das Verfahren aber erst dann, wenn die 60 Stunden abgearbeitet sind.

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