Am 24. Juli kehrte ein Bewohner des betreffenden Hauses im Tiroler Unterland gegen sechs Uhr Früh nach Hause zurück. "Ich ging damals von der Tiefgarage ins Stiegenhaus. Plötzlich steht sie vor mir und sprüht mir eine volle Ladung Pfefferspray ins Gesicht", berichtete das Opfer beim Prozess am Dienstag am Innsbrucker Landesgericht.
Während er versucht habe, sich die Augen auszuwischen, habe ihm die Angreiferin ein paar Mal mit dem Hammer auf den Kopf geschlagen. Zu seinem Glück habe sie dabei nicht voll getroffen. Die Schläge seien nicht so fest gewesen. Immerhin sei er dadurch aber verletzt worden. Gefragt nach dem Grund dieser Attacke, meinte der Mann: "Mit der Frau gibt es in unserem Haus praktisch für alle Parteien ständig und immer wieder heftigen Streit."
"Er hatte Glück, ich hätte ihn erschlagen"
Der Zeuge bestätigte auch, der Streit um einen Parkplatz könnte die Tat ausgelöst haben. Die Angeklagte: "Den Hammer und den Elektroschocker hatte ich nicht mit dabei!" Frühere, gegenteilige Aussagen, wie "Er hatte Glück, sonst hätte ich ihn erschlagen!", nahm der Richter zum Anlass, der Frau zu sagen: "Sie hatten Glück, dass Sie nicht vors Schwurgericht kamen." Nicht rechtskräftiges Urteil: Zehn Monate bedingte Haft, 1.200 € Geldstrafe und 1.000 € Teilschmerzensgeld.
von Hans Licha, Tiroler Krone
Symbolbild
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