An Kran befestigt

Erhängte Flüchtlingspuppe sorgte für Aufsehen

Ausland
26.08.2018 15:34
Porträt von krone.at
Von krone.at

Einen Schockmoment haben Passanten Sonntagfrüh in Berlin erlebt. Auf einem Baukran am Hermannplatz im Stadtteil Neukölln hing eine als Flüchtling verkleidete Schaufensterpuppe. An dem Kran befestigt war außerdem ein Plakat mit der Aufschrift „Humanity“ (Menschlichkeit), das auf eine politische Aktion hindeutet, die im Zusammenhang mit der Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer stehen könnte. 

In den Morgenstunden hatten mehrere Menschen die Einsatzkräfte alarmiert. Man hatte befürchtet, dass es sich auch um eine leblose Person handeln könnte. Die Feuerwehr gab schnell Entwarnung: Es war eine Puppe. Mit Schwimmweste und Mütze ausgestattet, sollte sie einen Flüchtling symbolisieren. 

Puppe hing in 23 Metern Höhe
Die Polizei rief die Feuerwehr zum Einsatzort, da sie in der Höhe die Puppe nicht erreichen konnte. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, sei ein Feuerwehrmann mit einer Absturzsicherung auf den rund 23 Meter hohen Kranarm geklettert und habe die Puppe abgeschnitten. Die Puppe stürzte in der Folge in Tiefe. Am Boden wurde sie schließlich von Polizei und Feuerwehr untersucht.

Plakat mit der Aufschrift „Humanity“ gibt Rätsel auf
Das Plakat mit der Aufschrift „Humanity“ (Menschlichkeit), das am Kran angebracht war, weist auf eine politische Tat hin. Polizeisprecher Michael Gassen bestätigte gegenüber dem TV-Sender rbb24, dass die Polizei nun prüfe, ob die Aktion, die offenbar auf die Seenotrettung anspielte, strafbar war.

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