Seine Arbeit habe Zusammenhänge zwischen dem Klimawandel und dem Verhalten von Gletschern aufgezeigt, hieß es in der Begründung der Entscheidung. Im Mittelpunkt seines Interesses stand dabei Afrikas höchstes Bergmassiv, der Kilimandscharo.
In seinen Forschungen habe er versucht, lokale Messdaten von tropischen Gletschern mit der großräumigen Klimadynamik in einen Zusammenhang zu bringen. Die enge Verbindung von Glaziologie und Atmosphärenwissenschaften ermögliche einen breiteren Blick auf den Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und den Veränderungen von Gletschern. Ausgehend von lokalen Messungen analysieren die Forscher mit Wetter- und Klimamodellen die klimatischen Zusammenhänge auf lokaler, regionaler und globaler Ebene.
Zushammenhang mit Rückgang der Niederschläge
So hätten Mölg und seine Kollegen zum Beispiel zeigen können, dass der seit über 100 Jahren anhaltende Rückzug der Gletscher am Kilimandscharo vor allem mit einem Rückgang der Niederschläge und weniger mit einer Temperaturzunahme am Gipfel des Berges zusammenhänge. Die Verhältnisse im Indischen Ozean hätten einen großen Einfluss auf das Klima in Ostafrika. Wenn Luftmassen weniger Feuchtigkeit ins Hinterland bringen, wirke sich das über Wolken- und Niederschlagsbildung stark auf die Massenbilanz der Gletscher am Kilimandscharo aus.
Die Geophysical Union (AGU) ist nach Angaben der Universität Innsbruck die größte geowissenschaftliche Gesellschaft der Welt und hat über 55.000 Mitglieder aus 135 Ländern. An der diesjährigen Jahrestagung in San Francisco nehmen mehr als 15.000 Wissenschaftler aus aller Welt teil.
In Kundl aufgewachsen
Mölg wurde 1977 in Kitzbühel geboren und wuchs in Kundl auf. Er studierte an der Universität Innsbruck von 1996 bis 2001 Geographie mit Meteorologie und Geophysik als Wahlfach. Seit 2004 forscht er in der Arbeitsgruppe um Professor Georg Kaser. Im Juni 2009 habilitierte er an der Universität Innsbruck.
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