"Wir sind gut vorbereitet", erklärte Tiwag-Vorstandschef Bruno Wallnöfer am Montag an der Seite von seinem Vorstandskollegen Alfred Fraidl und verwies auf die 38 Ordner mit 10.800 Seiten und 530 Plänen - so umfassend sind nämlich die Einreichunterlagen für die Erweiterung der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz. Nachdem seitens der Behörde klargestellt wurde, dass die bereits bestehende Anlage nicht vom Bewilligungsverfahren für die Erweiterung betroffen ist, wird die Tiwag das Projekt nächste Woche zur UVP - Umweltverträglichkeitsprüfung - einreichen.
Zweitgrößtes Bauvorhaben in Tirol
Das Verfahren wird maximal zwei Jahren dauern, der Baubeginn erfolgt 2013/14, sodass Sellrain-Silz 2017/18 ans Netz gehen soll. "Die Tiwag investiert 460 Millionen Euro - das ist nach der Unterinntaltrasse das zweitgrößte Bauvorhaben in Tirol", streicht Wallnöfer auch den wirtschaftlichen Nutzen hervor. Außerdem werden durch den Strom aus Wasserkraft jährlich zig Tonnen an CO2 eingespart.
Herzstück der Erweiterung ist der Speicher im Längental, der mit Zuleitungen aus dem Ötz- und Stubaital gespeist wird. "Wir haben die Beileitungen aber von 36 auf 24 Kilometer verkürzt, da wir auf die Nutzung des Sulzau-, Langetal- und Simmingbaches verzichten", sagt Fraidl. Auf die Cross-Border-Verträge soll der Zubau keine Auswirkungen haben. "So wie uns der Altbestand gehört, wird uns auch der Zubau gehören. Wir stehen im Grundbuch", so Wallnöfer abschließend.
von Markus Gassler, Tiroler Krone
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