Dramatische Szenen haben sich Mittwochfrüh über und in der russischen Stadt Ufa abgespielt: Ein Passagierflugzeug mit 202 Personen an Bord fing Feuer und musste mit brennendem Triebwerk notlanden. Der Pilot konnte die Maschine - eine Tupolew Tu-204 - sicher zu Boden bringen. Alle Insassen kamen mit dem Schrecken davon und verließen den Jet unverletzt über die Notrutschen. Über den Auslöser des laut Flugaufsichtsbehörde „ernsthaften Zwischenfalls“ wird gerätselt, denn die bordeigenen Systeme meldeten keinerlei Fehler.
Passagiere posteten nach der Landung Handyvideos des Triebwerks, aus dem Funken und Flammen schlagen. „Wir sind über die Rutschen raus. Alles wurde schnell gelöscht. Aber es war echt furchterregend“, sagte ein Fluggast.
Fluglotsen bemerkten Brand
Die Maschine der Fluggesellschaft Red Wings war in Ufa am Ural, etwa 1200 Kilometer östlich von Moskau, gestartet und sollte nach Sotschi am Schwarzen Meer fliegen. Beim Abheben bemerkten die Fluglotsen vom Boden aus den Brand im linken Triebwerk und alarmierten die Crew.
Sicherheitssysteme an Bord versagten
„Nach Angaben von Red Wings wurde im Cockpit bei den Piloten kein Feueralarm ausgelöst, und das automatische Brandlöschsystem schaltete sich nicht ein“, hieß es. Die Crew habe die Systeme von Hand aktiviert und die schnelle Rückkehr nach Ufa eingeleitet.
Die meisten Passagiere wurden wenige Stunden später mit einer Ersatzmaschine in den Ferienort Sotschi geflogen, andere wollten nicht mehr mitfliegen.
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