Di, 25. September 2018

„Auch Essen mit Sima!“

17.08.2018 09:38

SPÖ will Ex-Genossen mit 100-€-Angebot zurückholen

Ein Genosse der SPÖ Wien-Ottakring zahlt seit 18 Jahren keine Mitgliedsbeiträge mehr. Im Juli erreicht ihn ein Schreiben mit einem verlockenden Angebot: Statt die offenen Mitgliedsbeiträge in der Höhe von 1300 Euro zu zahlen, reiche auch die „einmalige Zahlung von 100 Euro“. Als besonderen Anreiz gibt es obendrauf noch ein Gewinnspiel.

Franz P. (55) zahlte zum letzten Mal im Jahr 2000 seinen Mitgliedsbeitrag bei der SPÖ, sechs Euro im Monat oder 79 Euro im Jahr. Mit ihrem Brief versucht die SPÖ, ihren Genossen aus Ottakring zurückzugewinnen. „Wie du weißt, ist die SPÖ seit jeher eine starke Mitgliederpartei und auf die finanzielle Unterstützung ihrer Mitglieder angewiesen“, steht im zweiten Absatz des Schreibens.

Gemeinsames Essen mit Stadträtin, Bezirksvorsteher ...
Jetzt haben sich insgesamt 1300 Euro an Parteischulden angehäuft. Das Angebot der Partei: mit einer „einmaligen Zahlung von 100 Euro … alle noch ausstehenden Beiträge der letzten Jahre zu streichen“. Zu der Aktion läuft parallel ein Gewinnspiel. Unter allen reaktivierten Genossen wird je ein gemeinsames Essen mit Umweltstadträtin Ulli Sima, dem Vorsitzenden der SPÖ Ottakring, Christian Oxonitsch, dem Bezirksvorsteher von Ottakring, Franz Prokop, oder der Nationalratsabgeordneten Nurten Yilmaz verlost. „Ich war schon sehr perplex“, so der 55-Jährige.

Vor allem wegen der „massiven Bedrohungen durch die schwarz-blaue Bundesregierung“ hofft die Partei weiter auf seine Mitgliedschaft und Unterstützung. Falls Genosse P. seine Schulden nicht begleicht, bittet die SPÖ um Verständnis, dass sie ihn bei einer „Nicht-Zahlung und keiner weiteren Reaktion bis Jahresende aus der Mitgliederdatei streichen“ werde.

Ob er nun zahlt? „Das muss ich mir noch überlegen“, meint P. Da hat die SPÖ Glück gehabt, denn er wünscht sich schon seit Längerem, einmal mit Ulli Sima zu dinieren. „Am liebsten auf der Copa-Beach.“

Alexander Bischofberger-Mahr
Alexander Bischofberger-Mahr

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