Di, 25. September 2018

Weltlinkshändertag

14.08.2018 11:00

Die „richtige Hand“ kann manchmal die Falsche sein

„Die berufliche Laufbahn kann scheitern, wenn man Linkshänder ist und auf rechts umgeschult wird“, sagt anlässlich des Weltlinkshändertags der Geschäftsführer des Vereins „Gesellschaft umgeschulter Linkshändiger (ULH)“, Günther Waldenberger. Elf Prozent der Pflichtschüler schreiben links, die Fachwelt spricht aber von 30 bis 50 Prozent linkshändig Veranlagten

„Krone“: Sind Sie vermutlich selbst Linkshänder.
Günther Waldenberger: Ich wäre Linkshänder! Mir hat man aber als Kind immer gesagt, ich soll doch die rechte Hand zum Schreiben nehmen. Leider hab’ ich erst mit 55 Jahren eine Rückschulung begonnen - mit durchaus positiven Ergebnissen. Die Lebensqualität steigt!

Wie viele „Linke“ gibt es denn?
In Oberösterreich schreiben etwa elf Prozent der Pflichtschüler mit der linken Hand. Die Fachwelt spricht aber von 30 bis 50 Prozent linkshändig Veranlagten. Es gibt eine große Dunkelziffer.

Aber es wird heutzutage niemand mehr gezwungen, rechts zu schreiben
Gezwungen nicht! Viele Kinder glauben aber einfach, dass es normal ist, mit der rechten Hand zu schreiben. Die Kinder machen das dann, weil es die anderen auch tun! Das nennt man Nachahmungsverhalten.

Wie wollen Sie das mit Ihrem Verein verhindern?
Wir setzen uns dafür ein, dass in Zukunft die Händigkeit des Kindes bereits im Mutter-Kind-Pass dokumentiert wird. Bis vor dem Schuleintritt kann das leicht ermittelt werden.

Welche Folgen kann es geben, wenn mit der falschen Hand geschrieben wird?
Legasthenie, Stottern, Depressionen, Burn-out, schlechte Schulnoten - die Folgen können enorm sein und ganze Leben zerstören.

Interview: Lisa Stockhammer

 krone.at
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