Von Polizei ertappt

Rumänische Diebe lebten zwei Wochen lang im Wald

Kärnten
10.12.2009 15:53
Regen, Schnee und Minusgraden hatten jene zwei Einbrecher getrotzt, die der Polizei in Villach am Mittwoch ins Netz gegangen sind. Bevor die Rumänen von einem Diensthund im Gestrüpp ausgeforscht wurden, lebten die Männer fast zwei Wochen lang in den Wäldern nahe der Autobahn – ständig auf der Suche nach Nahrung, Wärme und Beute.

Die Männer (33 und 35 Jahre) waren mit dem Bus von Rumänien über Wien nach Italien unterwegs, wo sie – wie sie sagen – als Schwarzarbeiter zu Geld kommen wollten. „Die beiden waren allerdings so stark betrunken, dass sie der Chauffeur bei Villach einfach aus dem Bus warf“, berichtet ein Ermittler nach der Einvernahme der Täter. 

Daher setzten die zwei Männer ihre Reise zu Fuß fort, stärkten sich bei einer Autobahnraststätte und streiften durch die Wälder. „Sie   schliefen sogar im Wald und waren so dreckig, dass sie sich genierten, irgendwo hinzugehen“, so der Villacher Kriminalermittler Armin Götzenbrucker.

Einbruch in Schrebergarten-Häuschen 
Schließlich stießen der 35-Jährige und sein 33-jähriger Komplize Mittwochabend auf eine Schrebergarten-Siedlung im Villacher Stadtteil St. Ulrich. Sie brachen drei Gartenhäuschen auf, in denen sie nach Bettwäsche, Kleidung und Lebensmitteln suchten.
 
Die Coups blieben jedoch nicht unbemerkt: Als die Polizei eintraf, flüchteten die Einbrecher abermals in den Wald. „Sie konnten aber von unserem Diensthund im Gestrüpp aufgestöbert werden“, erklärt ein Ermittler. Die Beamten vergleichen jetzt die DNA der Täter mit den Spuren, die bei anderen Einbrüchen in Kärnten gesichert wurden.

von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"

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