Mo, 22. Oktober 2018

Stärke 6,2

09.08.2018 09:43

Erneutes Erdbeben auf indonesischer Insel Lombok

Die indonesische Ferieninsel Lombok ist am Donnerstag von einem schweren Nachbeben erschüttert worden. Vier Tage nach dem verheerenden Erdstoß mit mehr als 160 Toten traf die Insel um 12.25 Uhr Ortszeit (07.25 MESZ) ein neues Beben der Stärke 6,2. Dabei stürzten erneut Gebäude ein.

Durch das Beben am Sonntag wurden nach offiziellen Angaben der indonesischen Katastrophenschutzbehörde mindestens 168 Menschen getötet. Befürchtet wird, dass die Opferzahl noch deutlich höher liegt. Das Militär auf der Insel bezifferte die Zahl der Toten bereits mit mehr als 380. Das Beben am Sonntag hatte die Stärke 6,9. Seither gab es bereits mehr als 350 Nachbeben.

Das neue Beben war das bisher stärkste. Sein Zentrum lag etwa sechs Kilometer nordwestlich von Nord-Lombok in etwa zwölf Kilometern Tiefe im Meer, wie die nationale Agentur für Wetter, Klima und Geophysik mitteilte. Im Unterschied zum Beben am Sonntag wurde dieses Mal keine Tsunamiwarnung ausgelöst.

Wegen der zahlreichen Nachbeben halten sich viele Menschen auf Lombok seit Sonntag vorzugsweise im Freien auf. Mehr als 150.000 Inselbewohner können noch nicht in ihre Unterkünfte zurück. Etwa 1500 Menschen sind so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die meisten Touristen haben die Insel inzwischen verlassen.

„Wir haben nichts zu essen bekommen“
Von den Überlebenden beschweren sich viele, dass sie noch immer auf Hilfe warten müssen. Ein Bewohner des Dorfes Kayangan im Norden der Insel, Ahmad Zulkaraydi, sagte: „Von unseren Häusern sind 90 Prozent eingestürzt. Wir haben überhaupt noch nichts zu essen bekommen, weil die Straßen und die Brücken kaputt sind. Wir haben nur das Gemüse von der nächstgelegenen Farm.“

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder bebt dort die Erde oder es brechen Vulkane aus. Lombok galt lange Zeit als Geheimtipp für Reisende, denen Bali zu touristisch geworden ist. Inzwischen sind aber auch dort viele Urlauber unterwegs.

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