Zahlreiche Tote
Mega-Schneechaos legt weite Teile der USA lahm
"Ein Sturm von dem Ausmaß, wie er über weite Teile des Landes gefegt ist, ist wirklich selten", sagte eine Meteorologin des Nationalen Wetterdienstes, Penny Zabel, der "New York Times". Er setzte die Amerikaner von Nebraska bis Illinois rauen Mengen von Eis und Schnee aus. Selbst in den Teilen des Landes, in denen die Menschen an heftiges Winterwetter gewöhnt sind, herrschte Chaos.
Ein Meter hohe Schneedecke
"Das ist der schlimmste Sturm, den wir seit langem erlebt haben", sagte ein Einwohner des Ortes Flagstaff in Arizona dem Fernsehsender ABC. Teilweise ist die Schneedecke bis zu einem Meter hoch. In Iowa waren Hunderte Autofahrer teils die ganze Nacht in ihren Fahrzeugen gefangen. Polizei und Militär waren unermüdlich im Einsatz, um sie aus den zu Kühlschränken gewordenen Wagen zu befreien.
Zum ersten Mal seit 45 Jahren erlebten Studenten der Universität Wisconsin in Madison, dass ihre Hörsäle wegen des Wetters verschlossen bleiben. "Das kommt selten vor, denn die Leute hier sind Schnee gewohnt", sagte ein Universitätssprecher.
24 Jäger in Arizona im Schnee gefangen
Im heftigen Schneesturm ist für rund 30 Jäger in Arizona ihr Revier zur Falle geworden. Wie der Fernsehsender CNN am Donnerstag meldete, suchten Sicherheitskräfte verzweifelt nach den gestrandeten Männern in abgelegenen Gebieten im Norden des Staates. Zahlreiche Notrufe seien eingegangen. Bis Donnerstagvormittag (Ortszeit) konnten sieben Jäger aus ihren Schneefallen befreit werden.
Überschwemmungen im Süden
Im Süden des Landes gab es zahlreiche Überschwemmungen. In Alabama landeten Helfer nach Berichten des Fernsehsenders CNN mit ihrem Gummiboot in einer Baumkrone. Sie hatten versucht, einem Autofahrer zu helfen, sich zu befreien - und waren dabei weggespült worden. In Louisiana gab es Berichte über Dutzende zerstörte Häuser.
Der vielerorts eisige Wind blies in Nashville (Tennessee) derart scharf, dass der Weihnachtsbaum vor dem Regierungsgebäude des Bundesstaats entzwei brach. Am Mittwochabend (Ortszeit) zog der abgeflaute Sturm in Richtung Kanada weiter.
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