Vor 200 Zuschauern
Dompteur von Tigern angefallen und schwer verletzt
Die Gäste waren zu einem Luxus-Abendessen mit gleichzeitiger Zirkus-Vorführung gekommen. Der Dompteuer wurde bei dem Vorfall in Kopf und Oberkörper gebissen, außerdem rissen ihm die Tiere Teile der linken Hand ab. Die Tiger gehörten nicht zu Hagenbecks Tierpark, von dem der Veranstalter des "Dinner Zirkus" eine Halle gemietet hatte.
Tiger wollten nur "spielen"
Der Direktor der Show, Stefan Pagels, sprach von einem "tragischen Unfall". In einer schriftlichen Stellungnahme erklärte er: "Der Vorfall ist kein böswilliger Angriff gewesen. Ein Unfall ist bei besonderen Spitzenleistungen - mit Tieren, am Trapez oder auf dem Hochseil - eben leider immer möglich."
Die Tiere hätten mit dem Dompteur lediglich "spielen" wollen. "Leider ist die dünne Haut des Menschen solchen spielerischen Attacken nicht so gut gewachsen, wie es die dickere, lockere und fellgeschützte Haut eines anderen Tigers gewesen wäre."
Noch in der Nacht habe das Ensemble entschieden, die weiteren Vorstellungen nach dem alten Zirkusmotto "The show must go on" wie geplant abzuhalten - allerdings ohne Tiger.
Erinnerungen an Magier Roy
Der Unfall erinnert an den Magier Roy Horn ("Siegfried & Roy"), der vor sechs Jahren von einem seiner weißen Tiger während einer Show in Las Vegas auf offener Bühne lebensgefährlich verletzt worden war. Der Künstler wurde durch eine Notoperation gerettet, kurz darauf aber durch einen Schlaganfall teilweise gelähmt.
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