Scharfe Töne
Holbrooke: US-Politik nach 9/11 war “Riesenfehler”
Ausland
09.12.2009 08:13
Angesichts der schwierigen Lage in Afghanistan hat der US-Sondergesandte für Afghanistan und Pakistan, Richard Holbrooke, die Irak-Politik der USA nach dem 11. September 2001 kritisiert. Sich auf den Irak zu konzentrieren "war ein Riesenfehler", sagte Holbrooke im deutschen Fernsehen.
Die Taliban und das Terrornetzwerk Al Kaida in Afghanistan seien damals nach Pakistan vertrieben worden, sagte Holbrooke am Dienstag im ZDF. Das habe ihnen die Möglichkeit gegeben, sich in Pakistan zu entwickeln. "Die USA haben sich auf Irak konzentriert, das war ein Riesenfehler. Jetzt müssen wir die Folgen tragen und das reparieren."
30.000 zusätzliche GIs nach Afghanistan
Aus diesem Grund habe US-Präsident Barack Obama in der vergangenen Woche die Entscheidung getroffen, 30.000 zusätzliche US-Soldaten nach Afghanistan zu schicken, und die Verbündeten aufgefordert mitzumachen. Die NATO sagte mindestens 7.000 zusätzliche Soldaten zu.
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