Unerwartet 'günstig'

Bankenhilfe kostet USA 200 Mrd. Dollar weniger als geplant

Ausland
07.12.2009 22:43
Ihr Bankenrettungsplan kommt die US-Regierung günstiger als gedacht. Für den Topf zur Stützung krisengeschüttelter Banken werden 200 Milliarden Dollar (rund 135 Milliarden Euro) weniger benötigt als eingeplant, wie das "Wall Street Journal" am Montag vorab meldete. Die Zeitung berief sich auf einen Bericht, den US-Finanzminister Timothy Geithner dem US-Kongress vorlegen wollte.

Schätzungen des Finanzministeriums zufolge werden über die kommenden zehn Jahre 141 Milliarden Dollar (rund 95 Milliarden Euro) zur Bankenrettung benötigt. Im vergangenen August war das Weiße Haus auf der Hochphase der Finanzkrise von 341 Milliarden Dollar (231 Milliarden Euro) ausgegangen. Der Kongress hatte damals insgesamt 700 Milliarden Dollar für das Programm bewilligt.

Rettungsgelder bereits zurückgezahlt
Nun hätten viele Banken ihre Rettungsgelder unerwartet früh zurückzahlen können, berichtete die Zeitung. Bereits 70 Milliarden Dollar seien von den gestützten Geldinstituten zurück in die  Staatskasse geflossen. In der vergangenen Woche hatte auch die größte US-Bank, die Bank of America, angekündigt, ihre Staatsschulden bis zum Jahresende zu begleichen.

Zwischen dem Weißen Haus und dem Kongress wird nun diskutiert, wie die übrigen 200 Milliarden Dollar am besten angelegt werden können. Möglicherweise soll das Geld für die Ankurbelung des Arbeitsmarktes verwendet werden.

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