Mi, 26. September 2018

Suche nach Vermissten

30.07.2018 17:15

Waldbrände in Kalifornien fordern sieben Tote

Bei den Waldbränden in Kalifornien ist die Zahl der Todesopfer auf sieben gestiegen. Die Überreste eines Menschen, der die Anweisung zur Evakuierung ignorierte habe, seien am Sonntag in einem abgebrannten Haus gefunden worden, sagte der Sheriff des Bezirks Shasta, Tom Bosenko. Polizei und Feuerwehr suchten zudem nach sieben Vermissten.

Rund 12.000 Einsatzkräfte aus dem ganzen Land kämpften am Montag gegen 17 großflächige Brände in dem Westküstenstaat. Auf 38.000 Hektar wütete im nordkalifornischen Shasta Bezirk das sogenannte Carr-Feuer. Der größte Waldbrand im Bundesstaat hatte sich am Wochenende deutlich ausgebreitet. Gouverneur Jerry Brown verhängte für die Gegend den Notstand. 38.000 Menschen mussten nach Behördenangaben ihre Häuser verlassen.

Bewohner: „Tornado mit Feuer fegte unser Haus weg“
Um sechs Uhr morgens habe es an der Tür gehämmert, „es war der Sheriff, der uns sagte, wir hätten 15 Minuten“, sagte Alyce Macken aus der Bezirkshauptstadt Redding. Aus der Ferne habe sie dann ihr Haus in Flammen aufgehen sehen. „Es war fast wie ein Tornado mit Feuer drin und es kam über den Hügel und fegte unser Haus weg.“

Im Carr-Feuer starben am Wochenende zwei kleine Kinder und ihre 70-jährige Urgroßmutter, wie ihre Familie US-Medien bestätigte. Außerdem kamen laut der kalifornischen Behörde für Forstwesen und Brandschutz (Cal Fire) zuvor zwei Feuerwehrleute ums Leben. Eine dicke Rauchglocke hing am Montag über großen Teilen Nordkaliforniens.

Ein weiterer Feuerwehrmann starb im sogenannten Ferguson-Feuer, das die Schließung von Teilen des berühmten Yosemite-Nationalparks nötig machte. Der Mann sei am Sonntag von einem Baum erschlagen worden, teilte die Leitung des Sequoia and Kings National Parks mit.

Plünderungen nach Evakuierung
Seit Beginn der Evakuierungen sei es zu Plünderungen gekommen, sagte der Polizeichef in Redding, Roger Moore. Die Polizei würde daher jeden festnehmen, der keinen berechtigten Grund habe, dort zu sein. „Wenn wir sie nicht wegen Plünderns festnehmen, werden sie wegen etwas anderem festgenommen“, drohte Moore. Zwei mutmaßliche Plünderer gingen der Polizei später ins Netz.

Trotz allem gab Cal Fire sich optimistisch: „Wir beginnen etwas an Boden zu gewinnen“, sagte der leitende Beamte Bret Gouvea. Dennoch bliebe das Wetter unberechenbar. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag Bundesmittel für die Bewältigung der Feuer in Kalifornien freigegeben.

 krone.at
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