"Warteliste abbauen"

Wohnungsnot wird in Innsbruck kleiner – dank Bauoffensive

Tirol
04.12.2009 14:20
Die Wohnbauoffensive in der Landeshauptstadt zeigt endlich Wirkung. Im Wohnungsamt ist die Zahl der Anträge auf Miet- und Eigentumswohnungen merklich gesunken. Die Wartezeit für Drei-Zimmer-Wohnungen ist von fünf auf zweieinhalb Jahre zurückgegangen. Weiter Geduld braucht man bei Garconnieren.

Lohbach, Tivoli, Lodenareal – in den vergangen beiden Jahren sind große Projekte fertig geworden. Damit hat sich der Druck auf den Wohnungsmarkt deutlich verringert. "Wir sind froh, dass wir endlich die Warteliste abbauen können", verweist Wohnungsstadträtin Marie-Luise Pokorny-Reitter (SP) auf einen Rückgang von 20 Prozent. 

Derzeit liegen bei der Stadt 1.980 Anträge für eine Miet- und 841 Anträge für eine Eigentumswohnung. Zum Vergleich: 2007 waren es fast 2.500 Anträge für Mietwohungen und 1.060 für Eigentumswohnungen. Pokorny-Reitter: "Gestiegen ist jedoch die Zahl jener, die eine Garconniere suchen. Daher bleibt die Wartezeit mit fünf Jahren weiter hoch." 

Entspannung ist zu erwarten, wenn nach den Olympischen Jugendspielen 2012 das O-Dorf 3 besiedelt wird. "Dort werden weitere 450 Wohnungen, darunter viele kleine, zur Verfügung stehen", ergänzt die Stadträtin.

Mehr Mietzinsbeihilfe
Stark gestiegen sind einmal mehr die Ausgaben für Mietzinsbeihilfe (plus 27 Prozent). Für Pokorny-Reitter eine Folge der uneinheitlichen Gemeindevorgaben. Sie fordert, dass endlich alle Gemeinden wie Innsbruck ab dem ersten Tag Hauptwohnsitz Beihilfe gewähren. Insgesamt wurden in der Stadt 11,6 Millionen Euro ausbezahlt. 

von Clauda Thurner, Tiroler Krone

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