So, 21. Oktober 2018

Auch genervt?

20.07.2018 10:00

So können Assistenzsysteme Phantomstaus verhindern

Die Theorie erklärt Phantomstaus mit dem Verhalten eines einzigen Autofahrers. Ein Verbremser, ein Überholvorgang oder ein anderes Fahrmanöver, durch das hinter ihm Fahrende abbremsen müssen, kann eine Kettenreaktion auslösen, sodass Minuten später ein erstes Auto bis zum Stillstand abbremsen muss. Ein Stau ohne offensichtlichen Grund entstand aus dem Nichts - ein Phantomstau.

Wissenschaftler von der privaten Vanderbilt University im US-Bundesstaat Tennessee und von Ford haben gezeigt, dass sich Phantomstaus mit adaptiven Geschwindigkeitsregelanlagen (ACC) reduzieren lassen. Das ACC passt die Geschwindigkeit des eigenen Autos automatisch dem Tempo des vorausfahrenden Fahrzeugs an und hält auch Abstand.

So funktioniert die Stauverhinderung
Eine praxisnahe Simulation demonstrierte jetzt das Potenzial dieser Technologie auf einer geschlossenen Teststrecke in den USA mit Fahrern in 36 unterschiedlichen Ford-Modellen mit aktiviertem ACC-System. Im Anschluss fuhren die Fahrzeuge die gleiche Highway-Etappe ohne ACC. Sie mussten, je nach simulierter Verkehrslage, das Fahrzeug selbst abbremsen und auch wieder beschleunigen. Ergebnis: Fahrzeuge mit ACC reduzierten die Auswirkungen eines Bremsvorgangs für den nachfolgenden Verkehr messbar im Vergleich zu Autos ohne aktivierte Geschwindigkeitsregelanlage. Selbst bei nur einem von drei Fahrzeugen mit ACC ergab der Test bereits Vorteile für den Verkehrsfluss. „Die ACC-Demonstration war eine hervorragende Gelegenheit, um zu verstehen, wie sich der Verkehrsfluss mit Fahrer-Assistenzsystemen positiv beeinflussen lässt“, urteilt Daniel Work, Civil Engineering Professor an der Vanderbilt University

Ein von der EU finanziertes Forschungsprojekt unter der Leitung des Ford Research and Innovation Centers in Aachen kam zu dem Ergebnis, dass Fahrzeuge, die mit ACC und Kollisionswarner ausgestattet sind, helfen könnten, die Auswirkungen von mehr als fünf Prozent der Autobahnunfälle mit Personenschäden zu reduzieren. "Wir ermuntern die Fahrer von Ford-Modellen, die eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage an Bord haben, diese während ihrer Urlaubsreise zu nutzen, damit diese intelligente Technologie tatsächlich zur Verkehrsverflüssigung beitragen kann", sagt Torsten Wey, Manager, Driver Assistance and Safety Technology, Ford of Europe.

Im neuen Ford Focus, der im September in den Markt kommt, wird eine Weiterentwicklung des ACC angeboten. Sie verarbeitet auch Daten aus dem Verkehrsschild-Erkennungssystem und passt die Höchstgeschwindigkeit automatisch an; der Fahrer kann sogar einen Aufschlag auf das Limit vordefinieren.

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