Makaberes Versehen
Brief an US-Soldat kam mit Vermerk “verstorben” zurück
Ausland
03.12.2009 15:55
Die Mutter eines US-Soldaten geht gerichtlich gegen die Post vor, nachdem ein Brief an ihren Sohn im Irak mit dem Vermerk "verstorben" zurückkam - obwohl der Sohn noch am Leben war. Joan Najbar (Bild) aus Minnesota hatte im September 2006 an ihren Sohn geschrieben, der 22 Monate lang im Irak stationiert war. Zwei Wochen später kam der angeblich unzustellbare Brief zurück - mit dem roten Stempel für einen verstorbenen Empfänger auf dem Umschlag.
Die verzweifelte Mutter wandte sich daraufhin an das Rote Kreuz und erfuhr, dass ihr Sohn sehr wohl am Leben ist. In ihrer Klage, die sie jetzt bei einem Bezirksgericht in Minneapolis einreichte, bezeichnet Najbar das Verhalten des United States Postal Service als "empörend". Es überschreite "die Grenzen des Anstands".
Die Frau hatte sich bereits im Juli 2008 direkt an die Post gewandt und eine Entschädigung für ihre medizinische Behandlung und den Verdienstausfall nach dem Vorfall verlangt. Die Post wies die Forderung zurück, es gebe keine Beweise für Fahrlässigkeit.
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