45.000 Megawatt-Stunden Abwärme produziert allein Wattens Papier pro Jahr. Wärme also, die verpufft, die aber gleichzeitig effizient verwendet werden könnte. "Im Bereich Wattens, Neu-Rum und Olympisches Dorf liegt das Potenzial bei rund 53.000 Megawatt-Stunden", erklärt Projektleiter Klaus Kandler. Doch wie die Energie zu den Abnehmern bringen? Ein Fernwärmenetz ist die Lösung – und um das umzusetzen, schlossen sich die Gemeinden und Unternehmer zusammen.
Am Donnerstag wurde die "ARGE Fernwärme Tirol Mitte" vorgestellt. Rums Bürgermeister Edgar Kopp, Wattens’ Bürgermeister Franz Troppmair und IKB-Chef Elmar Schmid sind die Hauptakteure. Sie wollen ein 26 Kilometer langes Netz errichten. Auch wenn noch einige Hürden zu meistern sind. Bei optimalem Verlauf könnten schon in einem Jahr Teile von Wattens am Netz sein.
Vorerst will die ARGE 13 Millionen Euro investieren, die Papierfabrik Wattens sieben Millionen Euro. Doch es gibt schon Gespräche mit den Röhrenwerken Hall und auch mit Swarovski. Mit deren Abwärme könnte das Netz noch größer werden.
Bild (von links): Elmar Schmid (IKB), Edgar Kopp, Walter Peer (Innsbruck), Johann Lettenmair (Papierfarbrik) und Franz Troppmair unterzeichnen den Vertrag.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.