Die Razzia der Steuerpolizei hat sich auf den norditalienischen Raum konzentriert. Durchsucht wurden Filialen in Südtirol, Friaul, dem Trentino, dem Veneto, der Lombardei und der Emilia Romagna.
Immobiliengesellschaft im Visier
Die Steuerpolizei führte ausgedehnte Ermittlungen in der friaulischen Stadt Pordenone durch. Ins Visier der Fahnder ist eine Immobiliengesellschaft geraten, der Steuerhinterziehung im Wert von 7,4 Millionen Euro vorgeworfen wird. Zwei Millionen Euro davon sollen nach Österreich gebracht worden sein.
Außerdem wird derzeit gegen weitere friaulische Unternehmer wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung mit Hilfe der österreichischen Behörden ermittelt.
Hypo-Vorstand bestätigt Durchsuchung
Die Tiroler Hypo hat die Durchsuchung ihrer Filiale in Südtirol bestätigt. Betroffen sei der Hauptstandort in Bozen. In einer ersten Stellungnahme erklärte Hypo-Vorstand Werner Pfeifer, dass sich die Bank kooperativ verhalte. "Es sind Unterlagen angefordert worden, die wir auch ausgehändigt haben", sagte er. Um welche Größenordnung es gehe, sei vorerst noch nicht bekannt. Die Untersuchungen seien im Gang.
Italien ist für die Tiroler Hypo nach Tirol der zweitstärkste Mark. Die Bank besitzt in Norditalien insgesamt drei Filialen, im Südtiroler Bozen, in Trient und in Verona. Mit Beratungsstellen ist die Hypo auch in Meran und Brixen vertreten.
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