Di, 18. Dezember 2018

Wissenschaftler warnen

18.07.2018 09:54

Klimawandel: Internetleitungen drohen abzusaufen

Wenn in Folge des Klimawandels die Meeresspiegel steigen und viele Küstenstädte unter Wasser versinken, dann könnte das auch unsere Kommunikation über das Internet zum Erliegen bringen. US-Wissenschaftler warnen jetzt, dass allein in den nächsten 15 Jahren rund 6500 Kilometer Glasfaserleitungen und 1100 Netzknoten entlang der US-Küsten überflutet werden könnten.

Wie das Branchenportal heise.de unter Berufung auf eine Studie der Universitäten Oregon und Wisconsin mit dem Titel „Lights Out: Climate Change Risk to Internet Infrastructure“ berichtet, sollen konservativen Prognosen zufolge bis 2030 771 sogenannter POP-Knotenpunkte, 235 Datenzentren, 53 Seekabellandestellen und 42 Internetaustauschpunkte unter Wasser liegen. Am schlimmsten betroffen sind demnach die Regionen Los Angeles, New York, Miami und Seattle.

Normale Glasfaserleitungen seien zwar wetter- und wasserfest, das zur Ummantelung genutzte Polyethylen schütze die sensiblen Fasern jedoch nicht dauerhaft gegen Wasser, schreibt heise.de. Steckverbindungen könnten dann korrodieren und Wassermoleküle sich in entstehenden Rissen einlagern, was von einer Schwächung des Signals bis zu einem Verlust der Leitung führen könne.

Die Wissenschaftler fordern Provider daher auf, entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Gegenmaßnahmen seien schon jetzt überfällig, kritisiert Studienautor Ramakrishnan Durairajan gegenüber dem Branchenportal. Anstatt Leitungen möglichst günstig zu verlegen, sollten diese in Zukunft möglichst sicher und entsprechend den Überschwemmungs-Prognosen in trockenen Gebieten verlegt werden.

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