Wenn du über Monate ein mit 250.000 Dollar dotiertes Tennis-Event planst, aber dann elf Wochen vorm ersten Aufschlag ohne Spielstätte dastehst. Das widerfährt Sandra Reichel gerade als Turnierdirektorin in Hamburg. Für die Welserin ein Albtraum, an dem ein Skandal-Rapper schuld ist . . .
„Frauen-Tennisturnier in Hamburg steht plötzlich ohne Stadion da“, titelte NDR-online. „WTA-Turnier in Hamburg kurzfristig auf Stadionsuche“, tennisnet.com. „Skandal-Rapper vertreibt Hamburger Tennis-Turnier“, die BILD . . .
Mega-Aufregung seit Dienstag Abend um das 250.000-Dollar-Event (20. bis 26. Juli) in der Hansestadt und damit um eine Welserin. Um Turnierdirektorin Sandra Reichel, die ja auch Chefin des Upper Austria Ladies in Linz ist – und in Hamburg nun nur elf (!) Wochen vor Turnierbeginn ohne Spielstätte dasteht. Obwohl nach dem Zwangsauszug des Damen-Turniers aus dem weltberühmten Rothenbaum-Stadion mit der Anlage des THC Horn-Hamm im Stadtpark gerade eine neue gefunden worden war.
Oder richtiger gesagt, gefunden schien: Denn am Montag zog der Verein seine Zusage für das als „Boutique-Turnier“ mit mobilen Bauten geplante Event zurück. Bemerkenswerter Hintergrund ist ein Konzert, das der Berliner Skandal-Rapper Finch („Rummelbums“) am geplanten Halbfinal- bzw. Finaltag auf einem benachbarten Areal im Stadtpark geben wird – und das den Lärmpegel am Centercourt zu weit in die Höhe schwappen hätte lassen. Dazu hätten zwei Veranstaltungen auf so engem Raum nicht nur Logistikprobleme, sondern auch Sicherheitsbedenken mit sich gebracht. Weshalb der Rapper das Tennis-Event – zumindest am geplanten Standort – quasi „gekillt“ hat. Damit muss Reichel nun einen weiteren Ersatzspielort finden. Elf Wochen vorm ersten Aufschlag!
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