Basierend auf der jahrtausendealten, bewährten Streckbehandlung der Wirbelsäule hat Gundolf seine Erfindung entwickelt. Der Kufsteiner Orthopäde ging noch einen Schritt weiter. "Ich habe das Prinzip des Trampolins auf den Kopf gestellt. So wird belastender Druck von der Wirbelsäule genommen, die rhythmische Schwingung aber beibehalten", erklärt der Erfinder. Der Patient wird an den Beinen nach oben gezogen. Die sanfte Schwingung unterstützt die Dehnung von Muskeln und Bändern. Die kleinen Wirbelgelenke werden separiert und der Druck in den Bandscheiben vermindert. In vielen Fällen kann "Gamma Swing" sogar Operationen verhindern.
Bald Standardbehandlung?
Gundolf stellte seine Erfindung unlängst bei der MEDICA - der weltgrößten Medizin-Fachmesse in Düsseldorf vor. Mit dabei Univ.-Doz. Dr. Erich Mur. Der Facharzt für Physikalische Medizin hat "Gamma Swing" bereits seit Jahresbeginn an der Klinik in Innsbruck im Einsatz. Und er konnte der Fachwelt von vielen Erfolgen mit dem Geräten berichten. Insgesamt mehr als 3.000 Behandlungen wurden bereits durchgeführt. Mur kann sich gut vorstellen, dass "Gamma Swing" künftig zur Standardbehandlung bei diversen Wirbelsäulenerkrankungen gehört.
Mit den Erfahrungen von Gundolf und Mur kann man getrost behaupten, dass die Tiroler Erfindung die uralte Streckbehandlung revolutioniert hat. Dass mit dem Kufsteiner Techniker Hannes Grissemann auch die Mechanik und Elektronik des Gerätes aus Tiroler Hand stammt, scheint da nur logisch zu sein.
von Claudia Thurner, Tiroler Krone
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