"Wir werden die Grundidee einer internationalen Produktion weiterverfolgen", drückte Swarovski-Konzernsprecher Markus Langes-Swarovski am Mittwoch die Abwanderung undurchsichtig aus. Im Moment sei es aber zu früh Details zu nennen. Im Stammwerk in Wattens, wo hauptsächlich Komponenten hergestellt werden, wurden bisher 1.700 von 6.700 Stellen gestrichen.
Aus Tirol werde das Unternehmen aber nie komplett abwandern, so Langes-Swarovski: "Wir werden weiter ein Tiroler Leitbetrieb bleiben."
Abwanderung trotz Gewinn für Gruppe
Das heurige Jahr sei für Swarovski kein leichtes gewesen, die Entwicklung sei aber differenziert zu betrachten: "Stark gelitten" habe der Komponentenbereich. Hier wurden Umsatzeinbußen von bis zu einem Drittel verzeichnet. Bei den Konsumgütern wie Schmuck oder Lampen habe das Unternehmen "keine Federn gelassen" und sei sogar leicht gewachsen. Auf Gruppenebene wird für heuer mit einem "leichten Gewinn" gerechnet.
Für das kommende Jahr sieht Langes-Swarovski das Unternehmen "gut aufgestellt". Swarovski verfüge über gute Liquidität und sei eine gesunde Firma.
Das 1895 gegründete Familienunternehmen ist heute in mehr als 120 Ländern aktiv und erzielte 2008 mit rund 26.000 Beschäftigten einen Umsatz von 2,52 Milliarden Euro. Neben Glaskristallen fertigt "Tyrolit" Schleifwerkzeuge. Swarovski-Optik produziert optische Geräte.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.