Di, 23. Oktober 2018

Sperrzone greift:

06.07.2018 07:55

51 Personen aus Linzer Problemparks verbannt

Täglich statistisch 1,7 Betretungsverbote für Drogendealer und 1,9 Ermahnungen nach Alkoholgenuss - nach einem Monat zeigen die Maßnahmen in den drei Linzer Sperrzonen Hessenpark, Hinsenkampplatz und Kremplstraße Wirkung. Insgesamt wurden 51 Betretungsverbote ausgesprochen, 66 Alk-Konsumenten ermahnt.

Nach massiven Anrainerprotesten und langem Polit-Hick-Hack waren drei Drogen- und Alko-Hotspots in Linz per 1. Juni zu Sperrzonen erklärt worden. Dort darf die Polizei bereits bei Verdacht auf strafbare Handlungen Personen mit einem Betretungsverbot belegen. Und tat das auch:
Hessenpark: 13 Personen, darunter sieben Österreicher, wurden von der Polizei mit einem Betretungsverbot belegt, drei wegen Missachtung angezeigt. Die Altersstruktur der Drogenverdächtigen liegt bei 30 bis 49 Jahren. 66 Personen wurden vom Ordnungsdienst wegen Alkohol-Konsums ermahnt.
Hinsenkampplatz: 23 Afghanen, 7 weitere Ausländer und 4 Österreicher im Alter zwischen 16 und 25 Jahren bekamen Betretungsverbot, 17 davon ignorierten das und wurden angezeigt, einer wollte es ganz genau wissen, kam trotz Anzeige wieder und wurde verhaftet.
Kremplstraße: Von dort wurden vier Personen mit Betretungsverbot vertrieben.

„Durch diese Maßnahmen hat sich bei den Hotspots wirklich etwas positiv verändert“, resümiert Vize-Landespolizeichef Erwin Fuchs: „In sechs Monaten werden wir schauen, ob die Maßnahmen verlängert werden.“

Johann Haginger/Kronen-Zeitung

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