Forschung stockt

Wunschzettel ans Christkind - Uni will 110 Millionen Euro

Oberösterreich
28.11.2009 09:52
Die Linzer Kepler-Uni hat nun die Klubobmänner des Landtages über ihre Geldnöte für die Jahre ab 2010 informiert. Die Aufstockung um vier Millionen auf 85 Millionen Euro, die von Noch-Bildungsminister Johannes Hahn (ÖVP angekündigt wurde, ist zu wenig. Auf dem Wunschzettel der Uni steht eine dreistellige Zahl bis 110 Millionen Euro.

In der jüngsten Landtagssitzung haben die Abgeordneten bereits eine Resolution an den Bund beschlossen, nach welcher der Anteil der Linzer Kepler-Uni am universitären Bundesbudget schrittweise von derzeit knapp vier auf fünf Prozent aufgestockt werden soll.

Geld für Linzer Forschung
Das wären dann die 110 Millionen Euro, die die Kepler-Uni als ihren Wunsch an den Bund bekräftigt. Minister Hahn will aber die Leistungsvereinbarung ab dem Jahr 2010 nur auf 85 Millionen aufstocken.

"Das ist sicher zu wenig. Die Linzer Kepler-Uni braucht mehr Geld und eine dreistellige Zahl sollte bei den Verhandlungen mit dem Bund auf jeden Fall herauskommen", meint der grüne Klubobmann Gottfried Hirz nach der Informationsrunde durch die Dekane.

Kampf um den Mastertitel
Im Hintergrund erschweren aber noch Probleme zwischen den Universitätsstandorten Linz und Leoben die finanzielle Einigung. Hier herrscht dicke Luft wegen des Studiums der Kunststofftechnik, das Linz mithilfe der Industrie aufgebaut hat.

Linz will diesen Studiengang, der derzeit noch mit dem Bachelor endet, um ein Masterstudium erweitern, wogegen Leoben opponiert.

Dazu gab es am Freitag auch eine Pressekonferenz oberösterreichischer Industrievertreter in Wien: "Man darf doch die Studenten nicht dazu zwingen, für die Weiterführung eines Studiums das Bundesland zu wechseln", so die klare Botschaft ans Ministerium. Oberösterreichs Kunststoffindustrie braucht die Absolventen sowieso selbst.

Eine finanzielle Aufstockung muss es für die Kepler-Uni auf jeden Fall geben – am besten auf dreistellig.

Kronen Zeitung

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