Im Spannungsfeld zwischen sauberer Stromproduktion und Naturschutz ist eine hitzige Debatte um die Wasserkraft entbrannt. Um die Flüsse und deren Bewohner zu schützen und Konflikte zu vermeiden, werden Zoneneinteilungen gefordert.
Der Bund plant, bis 2030 Strom zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie zu gewinnen. Der Weg dorthin ist schwierig: Die Proteste gegen Wind- und Wasserkraft nehmen zu. Wie berichtet, will die Kleinwasserkraftwerks-Lobby bis zu 150 neue Anlagen in Kärnten errichten, um den Energiehunger zu stillen.
Naturschützer sehen die letzten Flussjuwele in Gefahr. Nach der Kritik vom WWF fordert der Umweltdachverband eine naturverträgliche Lösung. Wie in Niederösterreich soll auch in Kärnten ein Regionalprogramm erstellt werden, das Bauverbotszonen an Gewässerstrecken ausweist. Umweltdachverbands-Chef Franz Maier: „Das schützt einerseits die sensiblen Flussstrecken. Andererseits werden lange Verfahren und Planungskosten für Betreiber vermieden.“ In anderen Bundesländern konnten so Konflikte reduziert werden, heißt es. Gefordert wird, die Effizienz alter Anlagen zu steigern, bevor neue gebaut werden. Denn unter den Querbauten leiden vor allem die Fische. Wenn wichtige Habitate nicht mehr erreicht werden können, habe das längerfristig Auswirkungen für das Fortbestehen dieser Arten, weiß man beim Kuratorium für Gewässerschutz (ÖKF).
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