Mo, 15. Oktober 2018

FPÖ gegen „Schikane“:

29.06.2018 07:00

„Lufthunderter“auf der A1 wird nicht verschärft

Der „Lufthunderter“ auf der A1 östlich von Linz bleibt ein Tempolimit mit typisch österreichischem Augenzwinkern: Der Kontrollausschuss des Landtages lehnt Verschärfungen bei der Radarüberwachung trotz entsprechender Rechnungshofempfehlung ab. FPÖ-Klubobman Herwig Mahr verteidigt diese Haltung.

Statt 100 wird im „Lufthunderter“ durchschnittlich 114 km/h gefahren, was erfahrungsgemäß das Radar im Regelfall nicht auslöst. Der Landesrechnungshof sieht das wegen der Luftbelastungen kritisch, er empfiehlt die Radartoleranz „auf das absolute Minimum“ zu senken und die Geschwindigkeitsüberwachung auszudehnen. Ansonsten, so die Prüfer, wäre wohl Tempo 80 dort zu verordnen.

„Null-Toleranz“ ist politisch nicht erwünscht
Der Kontrollausschuss des Landtags folgte dem aber mehrheitlich nicht. FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr begründet die politische Ablehnung so: „Weitere Schikanen für Autofahrer lassen wir nicht zu. Alle sind sich einig, dass Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit getroffen werden müssen. Aber so sicher nicht“, stellt Mahr die Sinnhaftigkeit der vorgeschlagenen Toleranzverminderung (Mahr spricht gar von „Null-Toleranz“) vehement in Frage. Mit „Schutz der Gesundheit“ ist die notwendige Senkung der Stickoxid-Emissionen vor allem durch Dieselmotoren gemeint.

Strafverfahren und Strafgelder verdoppelt
Die durchgeführten Strafverfahren wegen (grober) Überschreitung des „Lufthunderters“ haben sich gegenüber 2015 auf 123.073 im Jahr 2017 verdoppelt, die Strafeinnahmen ebenso von 2,5 auf 5,2 Millionen Euro. An der zu hohen Durchschnittsgeschwindigkeit hat das keinen Deut geändert.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.