Fr, 20. Juli 2018

Ruf nach Nachrüstung:

28.06.2018 16:02

Diesel-Schadstoffkrise harrt weiter echter Lösung

Die Diesel-Emissionskrise harrt auch in Oberösterreich weiter der Lösung, insbesondere durch technische Nachrüstungen (Katalysator), die Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne) erneut brieflich bei Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) einfordert. Denn sonst seien zusätzliche Eingriffe in den Verkehr unausweichlich _ und daran der Minister schuld...

„Die technische Nachrüstung der Dieselfahrzeuge ist der Schlüsselfaktor für die Verringerung des Stickoxid-Ausstoßes“, sagt Anschober: „Alles, was wir nicht über Nachrüstungen gewinnen, müssen wir mit zusätzlichen Verkehrsmaßnahmen erreichen.“

Software-Update bringt fast nichts
Denn die beim Dieselgipfel im August 2017 - also noch vor Minister Hofers Amtsantritt - auf Bundesebene vereinbarten Software-Updates würden den Diesel-Ausstoß laut Umweltbundesamt nur um 2,5 Prozent verringern.

Was passiert nach dem Rechnungshofbericht?
Was im eigenen Landesbereich passieren müsste, damit der Stickoxid-Grenzwert endlich eingehalten wird, hat der Landesrechnungshof  in einem Prüfbericht skizziert. Der Landtags-Kontrollausschuss hat sich am Mittwoch mit den Empfehlungen des Prüforgans auseinandergesetzt und manches (sprachlich) entschärft.

Das Erforderliche statt alles Mögliche
Hieß es zum Beispiel im Bericht, es sollten zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung (gegen die Luftverschmutzung) „alle möglichen Maßnahmen“ gesetzt werden, um die Zeit der weiteren Grenzwertüberschreitungen möglichst kurz zu halten, so schrieb das der Ausschuss zu „alle erforderlichen Maßnahmen“ um. Die Ausweitung der Überwachung des Lufthundertes auf der A 1 samt weniger Radarmesstoleranz lehnte der Ausschuss ganz ab.

Grüner Nachrüstungs-Antrag
Unterdessen wollen die Grünen im Wege des Landtags den Druck auf den Verkehrsminister erhöhen, wie Verkehrssprecher Severin Mayr sagt: „. Bessere Luft gibt es nur mit technischen Nachrüstungen. Die Kosten dafür haben selbstverständlich die Auto-Konzerne zu tragen, denn ohne den Dieselskandal würden die Grenzwerte bei den Stickoxiden gar nicht überschritten. Wir Grüne fordern Verkehrsminister Hofer eindringlich auf, sein Zaudern und Zögern abzustellen und bei den Autoherstellern Druck zu machen.“ Der grüne Landtagsabgeordnete kündigt für den kommenden Landtag einen entsprechenden Antrag an. „Es geht um nichts weniger als die Gesundheit der Menschen!“

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.