Mi, 18. Juli 2018

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28.06.2018 09:15

Hessenpark-Vertriebene „erobern“ Südbahnhofmarkt

Spielende Kinder, Spaziergänger oder einfach Menschen, die ihre Mittagspause auf einer der Bänke für ein kurzes Sonnenbad nutzen - der Hessenpark ist in wenigen Wochen - seit das Alk-Verbot in Kraft ist - zum Innenstadt-Idyll geworden. Weil das Problem-Klientel rund 500 Meter weitergezogen ist . . .

Die „Neuen“ erobern den Südbahnhofmarkt - gemeint sind allerdings keine neuen Standler oder Kojenbetreiber, sondern die Hessenpark-„Vertriebenen“.

Denn eigentlich war klar, dass die dortigen, vom Leben gebeutelten Menschen, aber auch Drogendealer und andere kriminelle Individuen ja irgendwo hinmüssen. Und was liegt da näher als der zu Fuß sechs Minuten entfernte Spielplatz und Park am Südbahnhofmarkt.

Gleich vorweg: Das Einkaufsvergnügen am Markt wird durch die „Neuankömmlinge“ nicht getrübt, wie auch Heuschober-Geschäftsführer Andreas Schütz weiß: „Natürlich bemerken wir, dass sich nun mehr Leute da drüben aufhalten, aber rüber kommen sie nicht.“ Zumindest nicht tagsüber. Denn auch wenn es nur eine Mutmaßung ist, einen Zusammenhang herzustellen: In den letzten Wochen kam es zu zwei versuchten Einbrüchen und einem geglückten, bei dem die Diebe erst in der Nacht auf gestern ein Fenster aushebelten und in der Koje das Wechselgeld stahlen.

VP-Marktreferent Bernhard Baier: „Wir beobachten und dokumentieren die Situation am Südbahnhofmarkt ganz genau. Sollte sich trotz verstärkter Kontrollen und sozialarbeiterischen Maßnahmen in den nächsten zwei bis drei Wochen nicht eine deutliche Besserung einstellen, wird man über weitere Schritte reden müssen!“ 

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder

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