Di, 17. Juli 2018

Ein Monat getrennt

23.06.2018 09:23

Mutter kann Sohn wieder in die Arme schließen

Emotionale Szenen haben sich am Freitag auf einem Flughafen im US-Bundesstaat Maryland abgespielt, als eine Mutter ihren Sohn nach einem Monat wieder in die Arme schließen konnte. Die beiden wurden im Mai von Einwanderungsbeamten getrennt, als sie die US-Grenze in Arizona überquert und Asyl beantragt hatten.

Die 38-jährige Beata Mariana De Jesus Mejia-Mejia kam schließlich gegen eine Kaution frei, die von einer Interessensgruppe bezahlt wurde. Diese Woche reichte die Mutter Klagen gegen Regierungsbehörden und führende Regierungsvertreter von US-Präsident Donald Trump ein, um ihren siebenjährigen Sohn Darwin zurückzuholen.

Gegenüber CNN berichtet Mejia-Mejia, dass „es nicht fair für eine Mutter“ sei, dass die Behörden den Müttern ihre Kinder wegnehmen. „Es ist, als würden sie ein Messer in deine Brust stecken und dich töten.“

Gesetz wieder umgekehrt
Mejia-Mejia ist kein Einzelfall. Seit Trumps „Null-Toleranz-Politik“ wurden unzählige Familien auseinandergerissen, da Kinder nicht mit ihren Eltern inhaftiert werden dürfen.

Laut dem Nachrichtensender Fox stürzte die Einwanderungskontrolle an der Grenze zwischen Mexiko und den USA allerdings noch tiefer ins Chaos, als Trump das Gesetz zur Familientrennung am Mittwoch wieder umkehrte. Dies führe weder für Migrantenfamilien noch für die Bundesbehörden zu Verbesserungen, da jetzt die Eltern mitsamt ihrer Kinder inhaftiert würden.

Aktien privater Gefängnisunternehmen steigen
Dass es aber immer jemanden gibt, der vom Leid anderer profitiert, zeigt Folgendes: Die Aktien privater Gefängnisunternehmen in den USA stiegen am Freitag weiter, weil Investoren auf den zunehmenden Bedarf für die Angebote dieser Unternehmen setzen. Das US-Heimatschutzministerium hatte kurz davor die Möglichkeiten verschiedener Anbieter zur Beherbergung von bis zu 15.000 Personen in Gefängnissen erforscht.

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