Fr, 16. November 2018

Stoffwechsel ankurbeln

23.06.2018 06:00

Für immer schlank

Wer die Energieverbrennung forciert, auf einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt achtet und Mängel bei Kalzium ausgleicht, vermeidet den gefürchteten Jo-Jo-Effekt. Ohne Bewegung wird es mit dem Erreichen der Sommerfigur aber schwierig.

Stellen Sie sich das beliebte Kinder- und Jonglierspiel Jo-Jo vor: Der Mittelteil schnellt an einer Schnur hinauf und hinunter. Je weiter nach unten es ausschlägt, umso höher wird es wieder nach oben katapultiert. So geht es auch vielen, die eine Crash-Diät absolvieren. Weil der Organismus durch die stark reduzierte Energiezufuhr auf Sparflamme gesetzt wird, verwertet er jede noch so kleine Mahlzeit ideal, der Stoffwechsel wird optimiert. Isst man dann nach einiger Zeit wieder normal, „saugt“ der Körper geradezu sämtliche Bestandteile, vor allem aber Fett und Zucker, besonders effizient auf - er hat gelernt, für die nächste „Hungersnot“ gerüstet zu sein. So nimmt man schnell wieder zu.

Es ist also sinnvoll, den gewollten Gewichtsverlust langsam, aber stetig voranzutreiben, sodass eine kontinuierliche Kurve nach unten entsteht. Dafür sollten Sie den Stoffwechsel ankurbeln und nicht aushungern, Ihre Ernährungsgewohnheiten überdenken. Keine Sorge, das kann Spaß machen, denn hier stehen nicht Verbote, sondern positive Veränderungen im Vordergrund.

  • Beginnen Sie jetzt! Die Motivation im Sommer ist hoch, und man zeigt seinen Körper. Vermehrtes Durstgefühl regt zum Trinken an - etwa 3 Liter Wasser, eventuell mit Zitrone oder einem „Schuss“ frischgepresstem Fruchtsaft, ungesüßte (Eis-) Tees -, aber Hände weg von Softdrinks und Alkohol. Ein Glas gespritzter Weißwein oder trockener Sekt bei der Beachparty sind aber erlaubt.
  • Streichen Sie süße und fette Snacks sowie Zwischenmahlzeiten außer Obst und Gemüse. Wassermelonen, Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Gurken, Paradeiser, Salate, Radieschen haben besonders wenig Kalorien. Salatdressing mit einem Esslöffel hochwertigem Pflanzenöl, Essig und Kräutern mixen.
  • Gut kauen, langsam essen. Das erhöht den Genuss und unterstützt das Sättigungsgefühl (stellt sich erst etwa nach 20 Minuten ein).
  • Fermentierte Lebensmittel wandeln schon bevor wir sie zu uns nehmen einen Großteil von Zucker und Stärke um, bilden dafür Milchsäurebakterien, Probiotika. Sie schaffen ein gesundes Milieu im Darm und unterstützen das Immunsystem. Heißhungerattacken auf Süßes wird vorgebeugt. Sauerkraut, Kefir, Buttermilch, Kombucha, eingelegtes Gemüse auf den täglichen Menüplan setzen.
  • Ein ausgewogener Säure-Basen-Haushalt erleichtert das Abnehmen.
  • Auf Vollkornprodukte umsteigen. Versteckte Fette (z. B. in Wurst, Fertiggerichten, Knabbereien, Croissants) beachten.
  •  Grüner Tee ohne Zucker unterstützt den Fettstoffwechsel.
  • Ohne Bewegung geht es nicht, aber gerade im Sommer machen Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking und Wandern gute Laune - und im Herbst haben Sie sich dann an die regelmäßigen Sporteinheiten gewöhnt. Zudem verdrängen Muskeln Speckröllchen und helfen auch im Ruhezustand, Fett zu verbrennen.
  • Keine Kalorien zählen, Waage verbannen, das setzt Sie nur unter Druck. So kann das Gewicht bis zu 2 Kilo schwanken, nur weil man viel getrunken oder geschwitzt hat. Achten Sie dafür auf Ihr Körpergefühl, nehmen Sie ein (zu) eng sitzendes Kleidungsstück als Maß für die Figurveränderung - bald wird es locker passen.

Daten & Fakten
Dass Kalzium wesentlich für die Knochen- und Zahngesundheit ist, darf als bekannt vorausgesetzt werden. Aber wussten Sie auch, dass der Mineralstoff den Fettabbau beschleunigt? Studien der Universität von Tennessee, USA, zufolge, reduziert eine Zufuhr von 500 mg bis 1000 mg täglich den Body Mass Index BMI um acht Prozent. Paradoxerweise ist es gerade diese erhöhte Einnahme, die durch eine Reaktion der Schilddrüsenhormone die Aufnahme in den Fettzellen verringert. Diese zeigen nun Aktivität: Sie werden vermehrt abgebaut, entwickeln Wärme und Oxidation von Fettsäuren. Achtung, die meisten Diätpläne enthalten zu wenig Kalzium!

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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