Die Enttäuschung war Marco Odermatt ins Gesicht geschrieben. Bei der Siegerehrung im Anschluss an die Kitzbühel-Abfahrt brach es beim Schweizer Ski-Star heraus.
„Einmal im Jahr werde ich von den Emotionen übermannt. Das war heute der Fall. Man kann diese Emotionen nicht wirklich deuten. Es war diese Freude, dieser Stolz und doch der verpasste Traum, den ich heute definitiv hatte“, sagte Odermatt am Samstagabend im ORF.
Wieder musste sich Odermatt beim Kitzbühel-Höhepunkt mit Platz zwei begnügen, wie schon 2022 und 2024. „Am Nachmittag war sicher noch ein bisschen eine Leere da. Aber wenn man dann diese Kulisse bei der Preisverteilung sieht, diese Bühne erleben wir genau einmal im Jahr, wenn man sich da nicht freut, ist es schade“, sagte Odermatt zu späterer Stunde.
Schon zuvor hatte er gemeint: „Ich durfte schon so viele Erfolge feiern. Ich fühle mich fast ein bisschen blöd, wenn ich über einen zweiten Platz enttäuscht bin.“
Odermatt „ist eine Legende“
Dennoch werde es eine Zeit dauern, bis die Enttäuschung verdaut ist. „Ich bin mit einer super Form hier angekommen, das Material hat gepasst, ich habe mich parat gefühlt – es hat alles gepasst“, sagte Odermatt. Dem strahlenden Giovanni Franzoni schien sein Sieg da fast ein wenig unangenehm. „Ich wusste, dass sich Marco diesen Sieg so sehr gewünscht hat. Es stimmt schon, es tut mir leid. Aber dieser Sieg wird eines Tages ihm gehören, er ist eine Legende. Ich fühle mich geehrt, dieses Podium mit ihm teilen zu können.“
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