Millionenprojekt

UVP könnte Bergbau-Start noch verzögern

Kärnten
20.06.2018 05:30

1400 Arbeitsplätze für das Lavanttal: Was so fantastisch klingt, könnte durch einen Lithium-Cluster -  wie mehrfach berichtet - Wirklichkeit werden. Doch noch gibt es kein grünes Licht für das Projekt. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung steht an - und auch der hohe Wasserbedarf macht im trockenen Lavanttal Sorgen.

„Wir hatten eine sehr konstruktive Diskussion mit der Landespolitik“, freut sich Dietrich Wanke von der European Lithium, die schon seit 2011 am Koralm-Projekt tüftelt. „Wichtig für uns ist, dass die politische Hand helfen will.“ Geplant ist der Abbau des begehrten Lithiums - das aber möglichst vor Ort verarbeitet werden muss. „Sonst sind die Transportkosten zu hoch“, meint Wanke.

Umweltverträglichkeitsprüfung könnte Vorhaben verzögern
 Für diese Anlage wird eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig sein. Und die könnte das Vorhaben doch weiter zurückwerfen. „Wir peilen 2021 an, aber Verzögerungen kann es geben.“ Sorgen bereitet der Landespolitik etwa der hohe Wasserbedarf. „Gerade, weil Wasser im Lavanttal sowieso knapp ist“, so Landesrat Daniel Fellner, der in St. Andrä wohnt.

Aber: „Das funktioniert in einem geschlossenen Wasserkreislauf. Das heißt: Es wird zwar viel Wasser benötigt, aber nur einmal - dann kann es wiederverwendet werden.“ Wichtig sei nun, dass in den Nachbargemeinden kein Konkurrenzdenken ausbricht. „Das ist eine große Chance für die gesamte Region“, glaubt auch Landeshauptmann Peter Kaiser.

400 Jobs im Bergbau, 1000 in der Industrie
 Im Idealfall könnten in dem Lithium-Cluster 1400 neue Jobs entstehen. „400 durch unseren Bergbau, 1000 weitere durch Firmen, die sich ansiedeln“, so Minen-Experte Wanke, der seit 30 Jahren weltweit solche Projekte betreut. „Es wäre ein Segen für das Lavanttal. Und es wäre saubere Industrie.“ Klar ist, dass jeder Schritt Kärntens in dem großen Lithium-Vorhaben weltweit genau beobachtet wird. Zum einen, weil Europa bisher keine eigene Lithium-Produktion hat, zum anderen, weil hinter der European Lithium internationale Investoren stecken, die Profit machen wollen.  Wanke: „Wir reden doch von 425 Millionen Euro Gesamtinvestitionskosten. Da muss alles passen.“

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