Do, 18. Oktober 2018

Über Gleise gelaufen

19.06.2018 07:22

Touristin (29) von Zug mit 200 km/h erfasst - tot!

Eine Lautsprecherdurchsage hatte auf die Gefahr hingewiesen, doch sie verstand die Sprache nicht. Eine russische Touristin (29) hatte am Bahnhof St. Valentin in Niederösterreich ihren Rucksack vergessen. Sie lief über die Bahngleise zurück zum Waggon - und wurde von einem mit 200 km/h durchrasenden Zug erfasst, war auf der Stelle tot.

Die junge Russin war der Liebe wegen nach Österreich gekommen. Sie wollte mit einem Deutschen, der in Steyr wohnhaft ist, von Wien in die Eisenstadt reisen. In St. Valentin sollte das Paar umsteigen. Gegen 13.15 Uhr verließen die beiden den Zug, dann bemerkte die Frau, dass sie ihren Rucksack im Waggon vergessen hatte. Sie lief vom Bahnsteig 5 über mehrere Gleise und Bahnsteige zurück zum Bahnsteig 1, was aus Sicherheitsgründen streng verboten ist. Eine Lautsprecherdurchsage warnte die Reisenden extra noch davor, dass auf einem Gleis zwischen den Bahnsteigen 1 und 2 ein Zug der Westbahn kommen werde.

Text nicht verstanden
Doch die Russin dürfte den Text nicht verstanden haben. Um 13.18 Uhr wurde sie von einem mit Tempo 200 durchrasenden Zug der Westbahn erfasst. Die 29-jährige war auf der Stelle tot.

Weniger Verunglückte als früher
Seit dem Jahr 2012 gab es laut ÖBB-Sprecher Karl Leitner bundesweit durch „Eigenverschulden von Bahnfremden“ durch „unbefugtes Betreten von Bahnanlagen“ insgesamt 102 Verunglückte. Durch intensive Kampagnen konnte die Zahl der Unfallopfer von 31 im Jahre 2012 auf nur noch zwölf im vergangenen Jahr gesenkt werden. Heuer gab es bislang vier Unglücksfälle.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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