Mi, 14. November 2018

Nach Flugzeugabsturz:

15.06.2018 07:00

Entminungsdienst musste Wrack entschärfen

Ein 76-jähriger Einheimischer starb am Donnerstag bei einem tragischen Flugzeugabsturz in Langkampfen, die "Krone" berichtete. Der erfahrene Pilot flog ein so genanntes Schleppflugzeug, mit dem man etwa Segelflieger in die Luft zieht. Auf dem Rückweg dürfte ihm das Schleppseil zum Verhängnis geworden sein, so die erste Vermutung der Experten.

Große Betroffenheit und Trauer herrschte am Donnerstag im Fliegerclub Kufstein-Langkampfen. Der Club habe ein langjähriges Ehrenmitglied, einen Fliegerkameraden und Freund verloren. Der einhellige Tenor seiner Kollegen: „Er war ein ausgezeichneter Pilot mit sehr viel Erfahrung.“ Hunderte Male sei er genau dieses Prozedere schon geflogen - „ein ganz normaler Vorgang“, wie Klaus Hohenauer von der Luftfahrtbehörde des Landes Tirol schilderte. Was war geschehen? Mit hundertprozentiger Sicherheit konnte der Unfallhergang am Donnerstag noch nicht geklärt werden. Fakt ist aber, dass der Mann einen Segelflieger, in dem ein Vater mit seiner kleinen Tochter saß, in der Luft absetzte und sich dann auf dem Rückflug befand.

Flugzeug krachte in ein Maisfeld, Pilot sofort tot
Die Vermutung daher: Das Seil, an dem zuvor der Segelflieger befestigt war, habe sich in einem Baum oder den nahegelegenen Stromleitungen verheddert, was zum tödlichen Absturz führte. „Das Schleppflugzeug dürfte aus rund 60 Metern Höhe senkrecht abgestürzt sein“, so die erste Einschätzung Hohenauers. Die Maschine krachte in ein Maisfeld, der Notarzt konnte nur noch den Tod des Piloten feststellen.

Entminungsdienst musste entschärfen
Die Bergung des Wracks gestaltete sich schwierig. Beim Flugzeugtypen handelte es sich um ein so genanntes „Ultra light“-Flugzeug mit integriertem Notfallschirm. Wird dieser ausgelöst, komme es zu einer Straffung ähnlich der eines Sicherheitsgurtes im Auto - der Schirm wird schließlich von einem Zünder gelöst. „Die Kartusche, in der sich die dafür nötige Pyrotechnik befindet sowie der Zug, der dorthin führt, wurde durch den Absturz beschädigt. Eine zusätzliche Bewegung hätte durch die starke Deformierung eine Zündung auslösen können“, erklärte Hohenauer. Der Unglücksort wurde daher großräumig abgesperrt, der Entminungsdienst angefordert. „Das Risiko ist einfach zu groß“, waren sich die Experten einig. Nun wird auf Hochtouren ermittelt, um den Unfallhergang restlos aufklären zu können.

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter

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