ISS-Schichtwechsel

Neue Besatzung an Bord der ISS

Wissenschaft
21.04.2004 11:47
Die neue Besatzung der Internationalen Raumstation ISS hat mit einem russischen Raumschiff am Mittwoch sicher ihr Heim für das nächste halbe Jahr erreicht.
Die russische Kapsel Sojus TMA-4 habe plangemäßum 7.03 Uhr MESZ automatisch an der ISS angekoppelt, teilte dieFlugleitzentrale in Koroljow bei Moskau mit. Um 8.19 Uhr MESZöffneten der neue russische Kommandant Gennadi Padalka undsein amerikanischer Bordingenieur Michael Fincke die Luken undschwebten in die Raumstation hinüber. Als dritter Mann flogder Niederländer Andre Kuipers für einen Kurzaufenthaltzur ISS.
 
Auf Erden stritten die US-RaumfahrtbehördeNASA und die russische Raumfahrtagentur weiter um eine Verlängerungder Aufenthaltsdauer künftiger Expeditionen. "Bei der fürOktober geplanten Mission halten wir unbeugsam daran fest, dasssie für länger fliegt", sagte der Leiter des Raketenbau-KonzernsEnergija, Juri Semjonow.
 
Wegen des Ausfalls der amerikanischen Raumfährennach dem Absturz der "Columbia" mit sieben Toten im Februar 2003können nur russische Raumschiffe die ISS anfliegen. Die Russenfordern, dass künftige Langzeitbesatzungen für ein Jahrim All bleiben. "Es ist aus technischen und medizinischen Gründenzu früh, über eine Verlängerung zu entscheiden",bekräftigte NASA-Vertreter Fred Gregory in Moskau die amerikanischeAuffassung. Die NASA wolle ihre Shuttles bald wieder in Betriebnehmen.
 
Der niederländische Astronaut Kuipers von derEuropäischen Raumfahrtagentur ESA soll am 30. April mit denabgelösten Raumfahrern Michael Foale und Alexander Kalerizur Erde zurückkehren.
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