Mahlzeit! Beim gesunden Essen in Schulen und Kindergärten musste sich Oberösterreich in einen Greenpeace-Ranking hinter Wien mit dem zweiten Platz trösten. Immerhin sind 30 Prozent der Speisen biologisch und mehr als die Hälfte davon stammt aus der Region. Das Problem: Auf Gemeindeebene fehlen Vorgaben.
Für die guten Werte beim Schulessen sind vor allem Landesschulen verantwortlich, doch die machen nur einen kleinen Teil aus, kritisiert Sebastian Theissing-Matei von Greenpeace. Doch bei den meisten Schulen und Kindergärten, die von den Gemeinden verwaltet werden, würden die verpflichtenden Vorgaben für ein besseres Essen fehlen.
Jedes dritte Kind zu dick
Wie wichtig gesundes Essen statt Fast Food ist, zeigen die Zahlen der WHO: Fast jedes Kind ist übergewichtig, schuld sei mangelnde Bewegung und zuviel Fleisch und Zucker statt Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte, so Theissing-Matei.
Kennen Gemüse nicht
Auch Landesrat Rudi Anschober stellt klar: „Geschmack wird in der Kindheit geprägt. Wachsen sie mit Fast Food und Fertigprodukten auf, lernen sie den natürlichen Geschmack von Gemüse nicht kennen.“ Sein Ressort unterstützt mit dem Schwerpunkt „Besser Essen“ etliche Projekte zur nachhaltigen Ernährung der Kinder und Jugendlichen.
Eigenes Schulfach
Die Zukunft der Ernährung der Kinder muss Bio, regional und nachhaltig sein, skizziert Anschober. Er hofft, dass die Ernährungskompetenz der Lehrer in der Ausbildung besser verankert werde und als Schulfach eingeführt werde.
Johannes Nöbauer, Kronen Zeitung
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