Do, 21. Juni 2018

In Welser Wohngruppe

26.05.2018 06:47

Nach Razzia in Jugendheim ist Feuer am Dach!

Jetzt ist Feuer am Dach! Nachdem die Welser FP-Stadtregierung Missstände in einer Sozialeinrichtung für Jugendliche, dem „Stadthaus Wels“ aufdeckte, steht der Betreiber Mopäd unter Kritik. Mopäd-Chef Günther König verteidigt die Zustände damit, dass in dieser Wohngruppe die schwersten Fälle therapiert werden.

20 Polizisten hatten, wie berichtet, am Mittwoch in der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung eine Drogenrazzia durchgeführt. Die Ordnungshüter fanden zwar keine Drogen, hingegen aber sieben Buben, die um 8.40 Uhr früh noch gemütlich im Bett lagen, statt die Schulbank zu drücken. Seither sehen die Welser Blauen rot: Stadtchef Andreas Rabl sagt: „Keiner von den Betreuern hat sich verantwortlich gefühlt. Die Jugendlichen sagen selbst, dass es keine Konsequenzen für Fehlverhalten gibt. Da muss etwas geschehen, immerhin haben wir in Österreich Schulpflicht. Diese Einrichtung ist so teuer, da kann man sich schon mehr erwarten“.

Mopäd-Chef nimmt zu den Vorwürfen Stellung
Mopäd-Chef Günther König weist in seiner Stellungnahme daraufhin, dass in der WG Stadthaus vorwiegend Jugendliche betreut werden, die aus sämtlichen anderen sozialpädagogischen Einrichtungen geflogen sind. König: „Wir sind in der Regel die letzte Anlaufstation, zum Beispiel wenn Jugendliche als nicht beschulbar eingestuft worden sind. Wir haben Burschen, die sind vorher schon in sieben Heimen gewesen.“

Schockierende Biographien
König betont auch, dass die Vorgeschichte der Jugendlichen teilweise so schockierend sei, „dass man manchmal glauben möchte, dass diese nicht real seien und bei uns gar nicht stattgefunden haben könnten“.

Blutjunge Problemfälle
Die Kinder- und Jugendhilfe des Landes erklärt: „Die Belastungen der Jugendlichen in der Wohngruppe stehen im Zusammenhang mit Drogenkonsum, selbst- und fremdgefährdendem Verhalten oder Schulverweigerung.“

Laufende Kontrollen
Die Arbeit der Wohngruppe werde laufend und unangekündigt überprüft.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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