Milliardengrab

"Hypo-Bosse sollen zahlen" - Forderung an Ex-Vorstände

Kärnten
13.11.2009 18:08
Nach außen ist noch unklar, wie die Kärntner Hypo von einer florierenden Bank zu einem Milliardengrab werden konnte. Doch die SP glaubt, bereits Schuldige gefunden zu haben: Die ehemaligen Vorstände Kulterer, Striedinger und Morgl – alle wegen Bilanzfälschung vor Gericht – sollen zur Kasse gebeten werden.

SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser fordert, dass die einstigen Hypo-Manager ihre Gratifikationen zurückzahlen müssten: "Kulterer hat Kärnten auf faulen Krediten in Milliardenhöhe sitzen gelassen."  Tatsächlich waren diese Prämien schon einmal unter Beschuss geraten – denn der Vorstand hatte sich auch für 2004 eine gegönnt, obwohl damals die Bilanz dank der massiven Spekulationsverluste geschönt worden war.

Durch das Hypo-Debakel sind viele Großevents und Jobs in Kärnten in Gefahr - mehr dazu in der Infobox!

Weil das Geld dann letztlich refundiert wurde, gab es keine Anklage wegen Untreue, wenngleich die Hypo-Untersuchungen von der Justiz ja bislang nicht vollends abgeschlossen sind.

Hypo-Betriebsrat über Politiker erzürnt
Für Aufregung hat auch das Exklusivinterview mit Finanzlandesrat Harald Dobernig in der "Krone" gesorgt. Er zeigte sich erleichtert, dass die Verlustbank keine Landesbank mehr sei – das erzürnt den Hypo-Betriebsrat: "Unter solchen Aussagen leidet die Motivation der Mitarbeiter zusätzlich, die ohnehin am Boden ist."

Dobernig lädt seine ehemaligen Bankkollegen nun zu einem Gespräch und ermahnt seine jetzigen Politkollegen, sachlich zu bleiben: "Polit-Hick-Hack nützt niemanden." Am Montag werde er in München mehr Informationen erhalten. Geld gäbe es für die Hypo vom Land aber keines mehr.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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