Mi, 26. September 2018

Sohn ist behindert

11.05.2018 08:55

Schönstes Geschenk zu Muttertag ist nicht käuflich

„Es sind die Kleinigkeiten, die im Leben zählen“, erklärt Kerstin Weingartner (33). Ihr Sohn Liam (7) ist seit der Geburt zu hundert Prozent körperlich behindert und leidet an infantiler Cerebralparese. Vor dem beverstehenden Muttertag fragte die „Krone“ die Mama von drei Kindern auch, was ihr schönstes Geschenk zum Muttertag wäre. Wenig verwunderlich, dass dieses nicht käuflich ist...

Das Schicksal ist nicht immer fair! Als Liam, das Wunschkind von Kerstin und Gernot Weingartner aus Offenhausen, im Juni 2010 zur Welt kam, bekam sein Gehirn zu wenig Sauerstoff. Im Interview mit der „Krone“ gibt die Offenhauserin einen Einblick in ihr Leben.

Krone":Wie kam es konkret zur Behinderung Ihres Sohnes?
Kerstin Weingartner: Liam hat einen Sauerstoffmangel bei der Geburt erlitten, hat dadurch eine infantile Cerebralparese, er ist körperlich zu hundert Prozent behindert, geistig topfit und benötigt allerdings zur Kommunikation einen augengesteuerten Computer.

“Krone„: Die unmittelbare Zeit nach der Geburt erlebten Sie wie?
Kerstin Weingartner: Ganz hart, komplett verloren, alleine und hilflos. Von den ersten Monaten danach weiß ich eigentlich nur noch Bruchstücke, weil man vieles verdrängt. Diese Zeit war eine extreme Stresssituation und wir wussten lange nicht wirklich ganz genau, was Liam eigentlich hat.

“Krone„: Gab es auch Hoffnungen?
Kerstin Weingartner: Wir haben immer wieder zu uns selbst gesagt, dass es wahrscheinlich gar nicht so schlimm sein wird. Als wir die endgültige Diagnose bekamen, war das wie ein brutaler Schlag auf den Kopf.

„Krone“: Sie wirken recht stark - nur nach außen oder echt?
Kerstin Weingartner: Ich bin an den Problemen gewachsen, habe einen anderen Blick auf die Dinge. Für mich sind Kleinigkeiten, sagen wir die kleinen Fortschritte von Liam, die, die im Leben wirklich zählen. Aber auch ich stoße an meine Grenzenn, aber es muss immer weiter gehen.

Krone„: Am Sonntag ist Muttertag. Was wäre das schönste Geschenk für Sie an diesem Tag?
Kerstin Weingartner: Dass Liam sein Leben selbstbestimmt und in einer gewissen Art und Weise auch allein bestreiten kann. Das wäre mein Traum.

„Krone“: Wie schaut es eigentlich finanziell bei Ihnen aus?
Kerstin Weingartner: Wir bekommen Unterstützung von unseren Familien, von unterschiedlichsten öffentlichen Stellen und Spenden. Das nächste was es nun zu stemmen gibt, ist eine Delfin-Therapie für Liam. Er hatte schon einmal eine, daher wissen wir, wie gut diese etwa seinen Händen tut.
Das komplette Inerview lesen Sie in der Freitag-Ausgabe der „OÖ-Krone“

Spendenkonto “Hilfe für Liam"
IBAN: AT 461400 04802009 9014; BIC: BAWAATWW

Andi Schwantner, Kronen Zeitung

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