Mo, 15. Oktober 2018

Blütenträume-Premiere

11.05.2018 13:30

Theater-Flirtkurs für die Generation 55+ bejubelt

„Blütenträume“ aus der Theaterstücke-Fabrik von Lutz Hübner und seiner Frau Sarah Nemitz erlebte im Linzer Wissensturm eine heftig bejubelte Premiere. Das theater@work hat einmal mehr eine stimmige Spielstatt für seine Inszenierung aufgetan - denn die Protagonisten besuchen genau dort einen „Flirtkurs für 55+“.

Regisseurin Heidelinde Leutgöb hat dem Stück noch einen Untertitel mitgegeben: „Die Stahlstadtkinder sind in die Jahre gekommen“. Allerdings wird dieser Linz-Bezug kaum verortet - nur die fetzige Interpretation von Willi Warmas Hymne „Stahlstadtkinder“ lässt das (mitgereifte) Publikum heftig aber kurz erschauern.

Punktgenaues Vergnügen
Das größte Plus der Inszenierung ist die punktgenaue Personenführung Leutgöbs: sie führt ihr Ensemble zu Höchstleistungen voll spielerischer Freude! Es ist ein Vergnügen, diesem Team zuzuschauen: Daniel Pascal als lässig-überheblichem (Ex-)Schuldirektor, Ingrid Höller als rescher aber mutiger Witwe, Helmut Fröhlich als Tischler voller Erinnerungen, Birgit Zamulo, die langsam ihr altes Selbstbewusstsein wieder aufpoliert, Alfred Rauch als liebenswertem Automechaniker, Katharina Bigus als hantiger Bibliothekarin oder Julia Ribbeck als einsamem Gruppenküken. Sie alle vertrauen sich im VHS-Flirtkurs für „55+“ dem grandiosen Kursleiter Daniel Feik an - der an dieser Gruppe genauso grandios scheitert.

Stahlstadtkinder feiern
Vor der Pause hätte Leutgöb die Zügel durchaus ein weniger straffen können, da schleicht sich trotz vieler Lacher da und dort eine Länge ein. Aber dann, nach der Pause - da feiern die Stahlstadtkinder aus dem Vollen, zeigen was sie (noch) alles drauf haben. Vom Schicksal gebeutelt, aber nicht bezwungen. Eine Empfehlung aus vollem Herzen!

Milli Hornegger/Kronenzeitung

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